Nestle: Defensiver Wachstumswert unter Druck, Langfrist-Trend gebrochen

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Bildquelle: Pressefoto Nestlé

Nestle (WKN A0Q4DC) ist eigentlich der Inbegriff für einen soliden europäischen defensiven Wachstumswert. Wo andere Aktien schwächen, da konnten Aktionäre des Schweizer Konzerns beruhigt auf die Kurstafel schauen. Bis jetzt.

Fakt ist: Das Nestle-Papier ist angeschlagen.

Bildschirmfoto 2013-07-25 um 13.22.37

Die letzten Chartsignale:

23.07.13 unter 20-Tage-Linie
18.07.13 unter 50-Tage-Linie
16.07.13 unter 200-Tage-Linie
15.07.13 über 200-Tage-Linie
12.07.13 über 50-Tage-Linie
11.07.13 über 38-Tage-Linie
04.07.13 über 20-Tage-Linie
03.07.13 unter 20-Tage-Linie
27.06.13 über 20-Tage-Linie
24.06.13 mit neuem 6-Monats-Tief

Aktuell sind ALLE gleitenden Durchschnitte nach unten durchkreuzt. Nun könnte man sagen: Verkaufen. Das wäre aber ein Fehler. Vielmehr ist wohl die aktuelle Analyse von Exane BNP Paribas für das Papier zutreffend:

Man hat die Einstufung für Nestle auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 72 Franken belassen. Die jüngsten Konsensschätzungen für den Nahrungsmittelhersteller erschienen ihm zwar vernünftig, schrieb Analyst Jeff Stent in einer Studie. Das Papier dürfte sich vorerst aber kaum überdurchschnittlich entwickeln. Nestle müsse operativ erst einmal liefern, damit das Vertrauen am Markt steige. Jepp, so kann man das sehen…

Bildquelle: Pressefoto Nestlé


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5 KOMMENTARE

  1. Wenn man Nestle nicht nur für ein Jahr betrachtet sondern für 10 Jahre, dann erkennt man, wie lächerlich dieser „Trendbruch“ ist. Eventuell könnte man von einer Kaufgelegenheit sprechen. Das KGV ist jedenfalls relativ gering im Vergleich zur Vergangenheit.

  2. Was man halt so als ‚Langfrist‘ bezeichnet. Ich habe mein ersten Nestlé Mitte der 90er gekauft und über die Jahre im Durchschnitt um die 26€ pro Stück gezahlt. Dividenden nicht eingerechnet. Aus dieser Sicht ist der Trend völlig ungebrochen.

  3. Nestle gehört in jedes Altersvorsorgedepot. Nach Kurskorrektur mometan kaufbar! Die Nachkaufstrategie geht meistens selten auf, aber bei Nestle kein Problem. So baut man sich sugsessiv ein stabiles Depot auf. Bei dem Weltmarktführer Heidelberger Druckmaschinen ist die Krise fast ausgestanden. Nach der Hauptversammlung
    kauften alle Vorstände Aktien, was Vertrauen schafft. In 2 Jahren ist dieses Jahrhundertschnäppchen ein voller
    Renner. An Schuler Pressen hat man auch nicht mehr geglaubt( v.3 auf 23€) und ist auf dem falschen Fuss
    in sehr kurzer Zeit überrascht worden. Wer weitblickend investiert hat Erfolg!

  4. Ja interessante Beispiele. HeidelDruck sowie die gesamte Branche ist derzeit auch durchaus interessant – vielleicht ergeben sich da wirklich bald wieder Kurschancen.

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