Syngenta: Nach den Halbjahreszahlen kommt die Korrektur

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Bildquelle: Pressefoto Syngenta

Der schweizerische Agrarchemiekonzern Syngenta (WKN 580854) blieb mit seinem Zahlenwerk für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres unter den Markterwartungen, so dass das Papier am Mittwoch deutliche Einbußen zu verzeichnen hat. Das Unternehmen machte vor allem das schlechte Wetter in Europa im Frühjahr und höhere Produktionskosten für Saatgut für das enttäuschende Abschneiden verantwortlich. Allerdings konnte die Jahresprognose trotzdem bestätigt werden. Zudem erwartet der Konzern im zweiten Halbjahr dank des guten Ausblicks für Lateinamerika und Asien/Pazifik ein stärkeres Wachstum. Dennoch befindet sich die Aktie derzeit im Korrekturmodus.

Zwischen Januar und Juni konnte Syngenta die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 8,39 Mrd. US-Dollar steigern. Währungsbereinigt stand sogar ein Plus von 7 Prozent zu Buche. Allerdings wurde dieser Anstieg nicht in eine Ergebnisverbesserung umgemünzt. Beim Reingewinn ging es sogar um 5 Prozent auf 1,41 Mrd. US-Dollar nach unten. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wert von 1,46 Mrd. US-Dollar gerechnet. Immerhin konnten die höheren Produktionskosten für Saatgut ein wenig durch Preiserhöhungen und eine verstärkte Kostenkontrolle abgemildert werden.

Außerdem bleibt Syngenta für das Gesamtjahr 2013 zuversichtlich. Dabei soll vor allem das gute Geschäft in Lateinamerika und Asien/Pazifik für ein noch stärkeres Umsatzwachstum und ein Erreichen der Prognose sorgen. Daneben hat sich auch nichts an den langfristigen Zielen des Konzerns geändert. Bis 2015 soll die operative Gewinnmarge zwischen 22 und 24 Prozent liegen. Die Umsatzerlöse sollen bis 2020 auf 25 Mrd. US-Dollar ansteigen.

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Charttechnisch ist das Papier aktuell angeschlagen. Nach dem Bruch der langfristigen Trends mussten nun auch die kurzfristigen dran glauben. Interessant wird das erneute Testen des Juni-Tiefs bei 284 CHF. Sollte es halten dürfte der Aufwärtstrend rasch wieder aufgenommen werden. Fundamental ist die Aktie mit einem 2014er KGV von rund 15 nicht mehr ganz billig. Analysten wie etwa Vontobel halten daher ihr „Hold“-Rating mit einem Kursziel von 390 CHF aufrecht. Deutlich negativer sind hier die Analysten von Bernstein Research. Hier lautet das Rating „Underperform“ mit Kursziel 313 CHF.

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Bildquelle: Pressefoto Syngenta


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