Kapsch TrafficCom: Mautspezialist in Wartestellung

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Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG

Im Kerngeschäft entwickelt, errichtet und betreibt Kapsch TrafficCom (WKN A0MUZU) vorrangig elektronische Mautsysteme, insbesondere für den mehrspurigen Fließverkehr. Mit weltweit 280 Referenzen in 43 Ländern auf allen fünf Kontinenten und mit insgesamt über 70 Mio. ausgelieferten On-Board Units und etwa 18.000 ausgestatteten Spuren hat sich Kapsch TrafficCom bei der elektronischen Mauterhebung unter den weltweit anerkannten Anbietern positioniert.

Ein Übergangsjahr mit großen Herausforderungen hat Kapsch TrafficCom hinter sich: Insbesondere in den ersten drei Quartalen 2012/13 waren die neuen Projekte, die der Verkehrstechnik- und Mautspezialist neu gewonnen hat, noch kaum umsatz- und ergebniswirksam. Zugleich führten die Verzögerungen bei bestehenden Großprojekten in Polen und Südafrika zu deutlich geringeren Umsätzen als erwartet. Somit sanken die Erlöse zwischen dem 1. April und dem 31. Dezember 2012 um 24 Prozent auf 310,9 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) drehte von plus 37,4 Mio. Euro auf minus 9,6 Mio. Euro.

Nur ein starkes viertes Quartal verhinderte Schlimmeres: Der verbesserte Systembetrieb in Polen und Fortschritte beim Projekt in Weißrussland verhalfen zu einer deutlichen Umsatzsteigerung. Dadurch war das Quartalsergebnis mit 24,9 Mio. Euro wieder positiv. Im Gesamtjahr erreichte das Ebit 15,3 Mio. Euro, nach 42,2 Mio. Euro im Vorjahr. Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr blieb Kapsch TrafficCom jedoch schuldig. 2013/14 wird zunächst von der Fortführung der bestehenden Projekte, insbesondere in Südafrika, geprägt sein. Darüber hinaus ist in Slowenien bereits eine Ausschreibung angelaufen. Weitere Ausschreibungen erwartet Kapsch TrafficCom in Belgien und in den USA. Zudem werden in Bulgarien, Russland und umliegenden Ländern sowie in Deutschland umfangreiche Mautsysteme diskutiert. Dank der herausragenden Marktstellung darf sich Kapsch TrafficCom langfristig gute Chancen auf neue Aufträge ausrechnen.

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Einstweilen dürften die Börsianer erst einmal auf neue Zahlen warten, größere Kurssprünge sind daher in der nahen Zukunft eher unwahrscheinlich. Nach der Talfahrt von gut 70 Euro auf etwa 34 Euro sind bei der Aktie von Kapsch TrafficCom erste Anzeichen einer Bodenbildung erkennbar. Mit einem Bonus-Zertifikat (ISIN AT0000A10QY0) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) ist auch bei einer Seitwärtsbewegung eine stattliche Rendite drin: Sofern die Kapsch-Aktie bis zum Ende der Laufzeit in gut einem Jahr stets oberhalb von 32 Euro notiert, generiert das Bonus-Papier einen Ertrag von gut 27 Prozent. Längerfristig könnte die Kapsch-Aktie durchaus wieder in ihren alten Aufwärtstrend einschwenken. Für dieses Szenario bietet sich ein Turbo Long-Zertifikat (ISIN AT0000A0XL78) von der RCB an. Kursgewinne werden mit dem Faktor drei gehebelt. Der Abstand zur Knock-out-Barriere beträgt gut 21 Prozent.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG


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