Point&Figure Goldman Sachs: Der Unterton ist bullish, aber heute kommt´s drauf an

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Bildquelle: Pressefoto Börse Stuttgart

Heute Nachmittag europäischer Zeit legt die US-Großbank Goldman Sachs ihre Zahlen für das 2. Quartal 2013 vor.

Zu den Zahlen siehe „Goldman Sachs zeigt’s wieder allen

Umfeld für Goldman Sachs stark verbessert

Das mittlerweile wieder sehr gute Umfeld, geprägt durch steigende Aktienkurse und erstarkendem Anleihen-Handel, bewegt Analysten, mit erfreulichen Ergebnissen zu rechnen.

Laut den Profis sollen die Erträge um 20 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar klettern. Der Gewinn je Aktie soll sogar durch die Decke gehen -  von 1,78 Dollar auf 2,82 Dollar. In den vorherigen vier Quartalen hatte der Konzern die Ergebnisschätzungen der Analysten jeweils übertroffen. Entsprechend hat die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 60 Prozent zugelegt.

   

Aktie kaum teurer als der Buchwert pro Share

Interessanterweise liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2014 immer noch nur bei 10,6. Bei aktuellen Notierungen von 163 USD befindet sich der Aktienkurs nur knapp über dem Buchwert von 148,1 USD pro Aktie.

Auf den ersten Blick wirkt dieser Finanztitel also recht verführerisch. Höchste Zeit, einen Blick auf den Point&Figure-Chart zu werfen.

Point & Figure Goldman Sachs: Stabilisierung des Kurses erst einmal gelungen

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Point & Figure Goldman Sachs: Abpraller an der Hausse-Unterstützung gelungen und Relative Stärke  zum S&P500 weiterhin positiv

Auf den ersten Blick ist zu attestieren, dass sich die Aktie noch in einem Point&Figure-Verkaufssignal befindet. Allerdings wurde dieses oberhalb der Hausse-Unterstützung generiert und ist damit in seiner Bedeutung als relativ gering einzuschätzen.

Ebenfalls positiv zu werten:

Den Notierungen gelang es, an der Unterstützung einen Boden zu finden und dann wieder anzusteigen. Dabei korrigierte die Aufwärtsbewegung mehr als 50% der vorhergehenden O-Säule und kreierte so ein Low-Pole-Reversal, das durchaus als schwaches Kaufsignal gewertet werden kann.

Auch die Relative Stärke der Goldman Sachs-Aktie gegenüber dem S&P500 ist weiterhin positiv zu werden.

Zwar kam seit Juni zur Ausprägung einer O-Säule, die aber nicht zu einem Verkaufssignal im RS-Chart führte.

Was tun mit Goldman Sachs?

Der Point&Figure Chart spiegelt die Unsicherheit der Anleger, die mit freudiger Erwartung auf die heutigen Zahlen gepaart ist, wider.

Wer investiert ist, sollte den Wert mit einem Stop von 148 halten. Fällt die Aktie bis zu diesem Wert, wäre die Hausse-Unterstützung verletzt.

Wer über ein Investment nur nachdenkt, kann einen Einstieg direkt über der Unterstützung bei 154 ins Auge fassen.

Prozyklisch bietet sich ein Long-Einstieg aktuell noch nicht an. Sollte sich hier etwas Neues tun, informiere ich Sie hier umgehend.

Ihr Jörg Mahnert

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Bildquelle: Pressefoto Börse Stuttgart


3 KOMMENTARE

  1. Mit amerikanischen Banken tue ich mich momentan ganz schwer. Wie viel von dem, was da erwirtschaftet ist, ist wirklich nachhaltig? Denn im aktuellen Zinsumfeld, US-Leitzins bei Null, ist es ja fast unmöglich, als Bank kein Geld zu verdienen. Bei der Notenbank für 0 Prozent geliehen, am Rentenmarkt für 1 – 2 Prozent angelegt. Da muss man kein Held beim Trading sein, um den Nettogewinn hochzujagen, es kommt halt nur auf die Menge an eingesetzten (von der FED zu Null Prozent geliehenem) Kapital an.

    Wie gut die Banken tatsächlich wieder sind, wird sich zeigen, wenn Geld auch wieder Geld kostet…

  2. @ Torsten:

    Für den Blick in die fernere Zukunft kann ich mich diesen Argumenten nur anschließen. Hier bleibt es abzuwarten, ob unsere Herren Manager etwas gelernt haben.

    Allerdings steht zu erwarten, dass die bankenfreundliche Zinspolitik so schnell nicht radikal geändert werden wird. Konkret:

    Die Spielwiese für die „Investment-Profis“ wird wohl noch einen Weile schön grün bleiben.

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