ThyssenKrupp: Gelingt nun der Kursausbruch?

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Das ThyssenKrupp Quartier - Bildquelle: © ThyssenKrupp AG [http://media.thyssenkrupp.com/images/press/thyssenkrupp_p_1298.jpg]

Die Nachrichtenlage bei Deutschlands größtem Stahlkonzern ThyssenKrupp (WKN 750000) ist dieser Tage aus Anlegersicht wieder hochspannend. Seit einiger Zeit versucht ThyssenKrupp sein Problem-Stahlwerk in Brasilien loszuwerden – nun offenbar erfolgreich. Ferner sorgen die Gerüchte um die RAG Stiftung für weiteren Zündstoff.

Geht es nach brasilianischen Medien, ist der Verkauf der Beteiligung am Stahlwerk in Rio de Janeiro an den brasilianischen Wettbewerber CSN (WKN 905393) kurz vor dem Abschluss. Offenbar soll ThyssenKrupp am Ende nur noch einen kleinen Teil daran halten. Für die Aktionäre ist dies eine gute Nachricht, denn die Probleme um das Stahlwerk belasteten den Kurs schon seit langem.

Das ThyssenKrupp Quartier - Bildquelle: © ThyssenKrupp AG [http://media.thyssenkrupp.com/images/press/thyssenkrupp_p_1298.jpg]
Das ThyssenKrupp Quartier – Bildquelle: © ThyssenKrupp AG [http://media.thyssenkrupp.com/images/press/thyssenkrupp_p_1298.jpg]
Doch eigentlich werden durch die guten Nachrichten aus Brasilien die andauernd schlechten in Sachen Bilanz und Verschuldung nur verdeckt. Seit einigen Tagen machen Gerüchte rund um die RAG-Stiftung die Runde. Stiftungschef Werner Müller hatte sich zuvor offen über eine Beteiligung an dem DAX-Konzern geäußert. Auch ein Kredit wurde offenbar zwischenzeitlich ins Gespräch gebracht. Auslöser hierfür ist eine mögliche Kapitalerhöhung von ThyssenKrupp. Dabei soll allerdings auch weiterhin die Sperrminorität der Krupp-Stiftung erhalten bleiben. Diese ist allerdings nicht sehr finanzkräftig. Für die Politik in Nordrhein-Westfalen gilt die Krupp-Stiftung quasi als Sicherheit für den Erhalt des Konzerns in seiner jetztigen Form. Sollte die Krupp-Stiftung ausfallen würde die RAG-Stiftung direkt oder indirekt bereitstehen.

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Charttechnisch ist die Aktie kurzfristig im Aufwärtstrend. Ausgehend von dem Tief im April verlaufen die folgenden Tiefs in einer steigenden Linie nach oben. Zudem wurde jüngst auch der GD38 nach oben durchbrochen. Sollte der GD200 bei rund 16,50 Euro durchbrochen werden, dürfte der Aufwärtstrend an Fahrt aufnehmen. Fundamental bietet die Aktie ein 2014er KGV von 13,5 – für ein kriselndes Unternehmen eigentlich zu hoch. Noch ein Wort zu RAG: Aus Sicht der Kleinaktionäre sind stabile Aktionärsverhältnisse immer gut. Doch sollte der Staat über den Umweg RAG-Stiftung zu viel Einfluss, auch auf die Sanierung, bekommen, dürfte dies eher negative Auswirkungen auf die Aktie haben.

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