Wienerberger-Aktie: Starkes zweites Halbjahr voraus?

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Bildquelle: Pressebild Wienerberger

Im Zuge unserer Reihe Aktien 2013 hieß es, dass Wienerberger (WKN 852894) in 2013 einen Trade wert sei. Und tatsächlich konnte das Papier des Ziegelherstellers im bisherigen Jahresverlauf rund 30 Prozent an Wert zulegen. Dies war nichts weniger als die beste Performance im österreichischen Leitindex ATX in dieser Zeit. Allerdings musste das Unternehmen nun einräumen, dass es aufgrund des schlechten Geschäfts in der Ziegelsparte in wichtigen Märkten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres unter den eigenen Ergebnis-Zielen geblieben sein dürfte. Dennoch hat die Wienerberger-Aktie nach wie die Chance auf ein ebenso starkes zweites Halbjahr.

„Es hat sich zwar die Hoffnung nicht erfüllt, dass wir das schwache erste Quartal noch aufholen können, wodurch wir zusammen mit dem Geschäftsentgang aus der regenreichen Periode Mai/Juni rund 20 Mio. Euro EBITDA gegenüber unserem ursprünglichen Ziel verloren haben. Aber abgesehen davon liegen wir in allen Bereichen voll im Plan“, schreibt Wienerberger-Chef Heimo Scheuch in einer Mitteilung. Blöd nur, dass die Division Ziegel Europa der mit Abstand größte Geschäftsbereich von Wienerberger ist. Mit einem Umsatz von 1,45 Mrd. Euro trug dieser Bereich fast zwei Drittel zum Konzernumsatz bei.

„Die im Vorjahr angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen befinden sich in der planmäßigen Umsetzung und sollten für das Gesamtjahr die erwarteten 18 Mio. Euro an Einsparungen bringen. Das Marktumfeld für die Division Ziegel Europa wird zwar schwierig bleiben, aber insbesondere vom Dachsegment erwarte ich mir im zweiten Halbjahr wieder deutlich stärkere Ergebnisbeiträge als in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Für Rohre und Pflaster gehe ich von einer leichten organischen Ergebnissteigerung im Gesamtjahr aus. In Nordamerika rechne ich mit weiterem Wachstum bis Jahresende. Wir werden jedenfalls weiter hart daran arbeiten unsere ambitionierten Ziele zu erreichen“, heißt es weiter.

Dem Unternehmen macht immer noch die Tatsache zu schaffen, dass die Konjunkturerholung in Europa nicht wie erhofft vorankommt. Zudem wirkten sich zuletzt der lange Winter, das nasskalte Wetter und die Überschwemmungen in einigen Ländern Europas negativ auf die Bautätigkeiten und damit auch auf den Bedarf an Ziegeln aus. Allerdings könnte sich damit Anlegern eine neuerliche Chance zum Wiedereinstieg bieten, denn wenn die Aufholeffekte bei den Bauaktivitäten einsetzen sollten, dürften auch die Geschäfte von Wienerberger wieder anziehen.

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Aus charttechnischer Sicht ist der langfristige Aufwärtstrend weiterhin im Trend. Sollte angesichts von starken Nachholeffekten im zweiten Halbjahr endlich die 10-Euro-Marke geknackt werden können, rückt das Drei-Jahres-Hoch bei rund 16 Euro in den Fokus. Fundamental ist die Aktie sicher nicht günstig. Aber dennoch wird die Marktstellung von Wienerberger auch ambitionierte Bewertungen rechtfertigen. Die Analysten von Goldman Sachs etwa erneuerten Mitte Juni ihr „Buy“-Rating, senkten jedoch ihr Kursziel leicht von 13,70 Euro auf 13,60 Euro. Das sind fast 50 Prozent Potenzial vom aktuellen Kursniveau aus. Nicht ohne Grund hält Goldman Sachs die Wienerberger-Aktie auf ihrer „Conviction Buy List“.

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Bildquelle: Pressebild Wienerberger


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