Evotec: Chemiesparte beendet Indien-Aktivitäten, Prognose für 2013 bestätigt

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Bildquelle: Evotec AG

Das Biotechnologieunternehmen Evotec (WKN 566480) macht heute mit mehr oder minder umfangreichen Umstrukturierungen auf sich aufmerksam. So soll die auf Chemie-Serviceleistungen spezialisierte Tochtergesellschaft im indischen Thane geschlossen werden. Daneben bestätigte Evotec jedoch die erwartete Prognose für Umsatz, Profitabilität und Liquidität für das Geschäftsjahr 2013.

Konkret plant das TecDAX-Unternehmen seine Leistungen im Bereich Chemie zukünftig am Standort im britischen Abingdon auszuführen. Evotec will damit den gestiegenen Anforderungen nach Forschungstätigkeiten, die näher an den Forschungs- und Entwicklungslaboren der Hauptkunden sind, gerecht werden. Sämtliche Projekte in Thane sollen bis Ende September beendet und Evotec (India) Private Ltd anschließend abgewickelt werden. Im Zuge der Schließung von Evotec (India) Private werden 120 Stellen abgebaut. Zudem wird Evotec eine einmalige Wertberichtigung in Höhe von bis zu 4 Mio. Euro im dritten Quartal 2013 vornehmen.

Am Morgen hatte Evotec zudem noch eine Meilenstein-Zahlung von Boehringer Ingelheim in Höhe von 1,5 Mio. Euro gemeldet. Der Meilenstein wurde für die Überführung einer Substanz zur Behandlung von Schmerz in die präklinische Entwicklung erzielt. Laut Chief Operating Officer Mario Polywka ist dies der achtzehnte Meilenstein innerhalb der Allianz beider Unternehmen.

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Aus charttechnischer Sicht bietet die Evotec-Aktie keinen Grund für Euphorie. Lang- und Kurzfristige Indikatoren der Aktie stehen im roten Bereich. Allerdings lohnt sich ein Blick auf die eingangs erwähnten Prognosen. Auf Jahressicht wird ein Wachstum des Konzernumsatzes auf 90 bis 100 Mio. Euro erwartet. Im Geschäftsjahr 2012 hatte Evotec einen Umsatz von 87 Mio. Euro erzielt. Das operative Ergebnis vor Wertberichtigungen und Änderungen der bedingten Gegenleistung, falls erforderlich, soll sich im Vergleich zu 2012 verbessern. Damals hatte es bei -3,2 Mio. Euro gelegen, allerdings war unter dem Strich ein Nettogewinn von 2,5 Mio. Euro erzielt worden. Wichtig für die Zukunftssicherung sind auch die Forschungsaufwendungen, die 2013 auf etwa 10 Mio. Euro steigen sollen (2012: 8,3 Mio. Euro). Ganz am Ende soll auch die starke Liquiditätsposition von über 60 Mio. Euro nicht vergessen werden, die der Aktie eine Absicherung nach unten gibt. Analysten sehen die Aktie mehrheitlich als Kauf: Close Brothers Seydler („Buy“) nennt ein Kursziel von 3,90 Euro, Commerzbank („Buy“) sogar 4,40 Euro. Die Privatbank Berenberg („Buy“) wiederum nennt ein Kursziel von 4 Euro.

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Bildquelle: Evotec AG


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