Ford und GM buhlen erfolgreich um Kunden und Aktionäre

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Bildquelle: Pressefoto GM © General Motors.

Trotz der Sparbemühungen und Steuererhöhungen der Regierung in Washington zeigen sich die US-Amerikaner weiterhin in bester Kauflaune. Ganz besonders beliebt sind dabei Autos, wobei Modelle der beiden größten heimischen Hersteller Ford (WKN 502391) und General Motors (GM) (WKN A1C9CM) bevorzugt werden. Aus diesem Grund konnten die US-Automobilhersteller die Krisenjahre in beeindruckender Weise hinter sich lassen.

Während der europäische Automobilmarkt weiterhin in einer tiefen Krise steckt, wurde in den USA bei den Automobilabsätzen im Juni einmal mehr ein deutlicher Zuwachs erzielt. Laut Schätzungen der Datenanalysten von TrueCar ist die Zahl der Verkäufe branchenweit auf annualisiert 15,7 Millionen Fahrzeuge angestiegen. Im Mai lag diese Zahl noch bei 15,3 Millionen und im Juni 2012 bei 14,4 Millionen Fahrzeugen.

Dabei setzte sich im Juni 2013 ein Trend fort, der auch in den vergangenen Monaten unter den beiden US-Brancheriesen GM und Ford zu beobachten war. Während Ford seine Absätze im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,9 Prozent steigern konnte, lag das Plus bei GM bei 6,5 Prozent. Auch in Sachen Aktienkurs konnte das Ford-Papier zuletzt einen Punktsieg gegenüber der Aktie von GM erringen. Im ersten Halbjahr lag das Plus bei Ford bei 19,5 Prozent. Die Aktie von GM konnte in der gleichen Zeit um 15,5 Prozent zulegen.

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Allerdings muss dies nicht heißen, dass Ford tatsächlich GM auf Dauer überflügeln wird. Die gesamte Branche rechnet mit einer weiterhin anhaltenden Lust auf Autos bei den Amerikanern, wovon beide Hersteller profitieren dürften. Schließlich befindet sich die US-Wirtschaft auf Erholungskurs. Sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch auf dem Immobilienmarkt sind deutlich Erholungstendenzen auszumachen. Zudem sind die Fahrzeuge der US-Bürger mit durchschnittlich elf Jahren relativ alt.

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Für GM spricht, dass das Unternehmen bis Ende 2015 rund 90 Prozent seiner Modelle erneuern möchte, während Ford wesentlich früher neue Modelle aufgelegt hat und aktuell davon profitieren kann. Wichtig für die GM-Aktie ist zudem, dass sie seit kurzem wieder wie Ford im wichtigen S&P 500 enthalten ist. Fundamental ist die Ford-Aktie mit einem 2014er KGV von 8,9 gegenüber GM mit einem 2014er KGV von 7,8 etwas im Nachteil. Damit wird gegenüber Ford wieder ein wenig Nachholbedarf sichtbar. Charttechnisch befinden sich beide Titel in einem soliden Aufwärtstrend. Welche der beiden Aktien am Ende im Depot landen ist wohl letztlich aber Geschmackssache.

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Bildquelle: Pressefoto GM © General Motors.


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