K+S: Bodenbildung gelungen?

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Bildquelle: Pressebild K+S

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S (WKN KSAG88) verzeichnete auf dem Frankfurter Parkett die letzten Wochen ein Tief nach dem anderen. Doch nach dem Fall der 30-Euro-Marke scheint bei knapp 28 Euro eine Bodenbildung einzusetzen. Unterstützt wird das Ganze durch beruhigende Worte von Konzernchef Norbert Steiner.

 Die Legacy-Baustelle mit Bohrturm im Süden der Provinz Saskatchewan aus der Vogelperspektive. Bildquelle: Pressebild K+S
Die Legacy-Baustelle mit Bohrturm im Süden der Provinz Saskatchewan aus der Vogelperspektive. Bildquelle: Pressebild K+S
Hauptgrund für die Kursschwäche der letzten Wochen ist das Legacy-Projekt in der kanadischen Provinz Saskatchewan. Seit K+S am 22. April deutlich höhere Kosten hierfür ankündigte, scheinen sich immer mehr Anleger von K+S zu verabschieden. Doch eigentlich unbegründet.

Zuletzt waren sogar Gerüchte um eine notwendigte Kapitalerhöhung aufgekommen. Doch hier schritt Steiner (endlich mag man sagen) ein: „Wir sehen aus heutiger Sicht keine Veranlassung und Notwendigkeit für eine Kapitalerhöhung, um das „Legacy“-Projekt zu finanzieren“, erklärte er im Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland. Sorgen wonach die Mehrkosten die Finanzierung über Gebühr belasteten, verwarf er ebenfalls. Er verwies auf eine bestehende, nicht ausgeschöpfte Kreditlinie und stellte zudem die Möglichkeit von Unternehmensanleihen oder Schuldscheindarlehen in den Raum. In Bezug auf die Renditeanforderungen des Konzerns gab er ebenfalls Entwarnung.

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Mag das Chartbild der Aktie auch derzeit eher von einem Einstieg abraten, sollte man sich K+S dennoch einmal näher anschauen. Durch die Übernahme von Potash One und die Aktivitäten in Kanada macht sich K+S für die kommenden Jahren fit. Aus fundamentaler Sicht ist eine Bewertung mit einem 2014er KGV von 9,7 sicher nicht überteuert. Zudem bietet die Aktie eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent. Sollte die Bodenbildung nun erfolgreich sein – immerhin notiert die Aktie derzeit so günstig wie zuletzt zu Zeiten der Finanzkrise – könnte ein Einstieg bereits jetzt sinnvoll sein. Zumal in jüngster Zeit auch immer mal Übernahmegerüchte aufkamen, denn mit einer Marktkapitalisierung von 5,4 Mrd. Euro ist K+S ein wahres Schnäppchen. Der kanadische Wettbewerber Potash Corp. of Saskatchewan etwa hat mit einem Jahresumsatz von knapp 8 Mrd. Dollar nur rund ein Drittel so viel zu bieten wie K+S. Zugleich liegt die Bewertung aber mit 33 Mrd. Dollar fünf mal so hoch, ebenso wie das 2014er KGV von 12 deutlich höher liegt.

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