Wochenrückblick KW 26: Desaster für Commerzbank und Solarworld

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Das zweite Börsenquartal geht zu Ende und es kann sich durchaus sehen lassen. Zwar konnten im DAX die Höchststände vom Mai nicht gehalten werden, dennoch verbucht der DAX auf Sicht von drei Monaten ein Plus von fast 200 Punkten bzw. fast 2,5 Prozent. Auf Sicht der 25 Jahre, die der Deutsche Aktienindex am Montag wird, sieht die Bilanz deutlich besser aus – doch dazu mehr in einem Extrabeitrag am Sonntag. Schauen wir lieber auf die aktuellen Favoriten – zumindest wenn man nach den Clickzahlen geht. Wieder einmal dominiert die Commerzbank-Aktie (WKN CBK100) alles. Und das trotz der miesen Performance. Nach einem neuen Rekordtief am Donnerstag setzte am Freitag brav eine kleine Erholung ein – und sofort dachte viele wohl an den Startpunkt einer großen Erholung. Doch auch sie werden wieder enttäuscht werden. Alles dazu in diesem Beitrag. Nur etwas weniger fanatisch sind viele Anleger in Bezug auf Solarworld (WKN 510840). Doch die Lage ist hier deutlich dramatischer, weshalb man durchaus von einem Kursziel: 0 Euro sprechen kann.

Der DAX und sein Chart

Der heftigen Korrektur ließ der DAX in dieser Woche eine kräftige Erholungsbewegung folgen. Nach dem erfolgreichen Test der 200-Tage-Linie hat sich die charttechnische Ausgangslage wieder deutlich aufgehellt. So aber sind die Chancen für eine Wiederaufnahme des übergeordneten Aufwärtstrends wieder merklich gestiegen. Dazu gilt es, neben der 8.000er-Marke, die gestern noch einen weiteren Anstieg verhinderte, das Zwischenhoch vom März (8.074) zu überwinden. Mehr dazu in unserem Ausblick DAX. Aus Sicht von Point&Figure gibt es sogar ein intaktes Kaufsignal.

Einzeltitel aus Deutschland

Für die Freunde von Übernahmen war die vergangene Woche durchaus etwas. Den Anfang machte Kabel Deutschland (WKN KD8888). Dessen Aktionäre sehen sich dem ersten offiziellen Übernahmeangebot seitens des britischen Telekomkonzerns Vodafone (WKN A0J3PN) konfrontiert. Doch sind die 84,50 Euro in bar wirklich schon das letzte Wort? Mehr dazu hier.
Die Nummer zwei in Sachen Übernahmen kommt ebenfalls aus dem MDAX. Beim Klinikbetreiber Rhön-Klinikum (WKN 704230) gab es Neuigkeiten hinsichtlich auf der Hauptversammlung Mitte Juni beschlossenen Satzungsänderung. Hier stand nur noch die Eintragung derselben in das Handelsregister aus. Aufgrund angekündigter Anfechtungsklagen hatte der Konzern damit noch gewartet. Nun aber wurde doch die Eintragung beantragt, da eine entsprechende Klage bisher nicht eingegangen ist. In der Folge könnten bald erste Übernahmeofferten folgen, die als weiterer Kurstreiber dienen dürften. Die Augen richten sich hier vor allem auf den Gesundheitskonzern Fresenius (WKN 578560). Mehr dazu hier.
Nachdem der deutsche Maschinenbauer GEA Group (WKN 660200) im ersten Quartal des Jahres die Folgen der Euro-Krise zu spüren bekam, verzeichnete der MDAX-Konzern in den Monaten April und Mai eine solide Geschäftsentwicklung, so dass die Ziele des Unternehmens für das Gesamtjahr 2013 erreicht werden dürften. Ein Grund sich die Aktie wieder einmal anzuschauen.
In der vergangenen Woche stand dann auch noch ein Börsengang auf der Agenda. Der Gapelstaplerhersteller Kion (WKN KGX888) wagte am Freitag den Gang aufs Parkett. Nach einem Ausgabepreis von 24 Euro lag der erste Kurs mit 24,19 Euro prommt darüber. Doch am Tagesende ging die Aktie bei 23,70 Euro aus dem Handel – kein guter Start ins Börsenleben.

Internationale Einzelwerte

International standen bei uns mal wieder die Smartphone-Hersteller im Fokus. Den Anfang machte der angeschlagene Finne Nokia (WKN 870737). Aus Sicht von Point & Figure können Long-Trader erst bei Erreichen der 3,05 Euro auf Schlusskursbasis aufatmen. Bislang ist es bis dahin noch ein Stück. Mehr dazu hier.
Noch schlechter sieht die Sache für den iPhone-Erfinder Apple (WKN 865985) aus. Denn bereits der erste Blick auf den Point & Figure Chart zeigt, dass sich die Aktie in einem klaren Point&Figure-Verkaufssignal befindet. Mehr dazu hier.
Die Pleite des zweitgrößten Baukonzerns in Österreich, Alpine, beschäftigt auch die Anleger. Denn während Anleihegläubiger von Alpine derzeit bangen müssen (von den Arbeitnehmern garnicht zu reden), könnte ein Profiteur schon feststehen: Der größte österreichische Baukonzern STRABAG (WKN A0M23V). Doch ob die Marktbereinigung sich wirklich zugunsten von STRABAG auswirkt, muss sich erst noch beweisen. Manch einer setzt jedoch bereits jetzt auf den ATX-Titel.
Die österreichische Erste Group (WKN 909943) hatte zu Wochenbeginn gleich zwei schlechte Nachrichten parat, so dass das Papier am Montagnachmittag deutlich an Wert verliert. Zum einen will das Institut mit einer Kapitalerhöhung seine Schulden beim Staat und Privatinvestoren begleichen. Daneben enttäuschte die Erste Group mit einem trüberen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Mehr dazu hier.
Im Schweizer Bankensektor gibt es dagegen Hoffnung. Die Aktie der UBS (WKN UB0BL6) könnte durchaus bald interessant sein. Mehr dazu in unserem aktuellen Newsletter. Wer die kostenfreie „D-A-CH Rundschau“ jeden Samstag automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

In Sachen Quartalszahlen wird es kommende Woche noch einmal ruhig. Aber es naht die Berichtssaison für das zweite Kalenderquartal. Es berichten u.a. Constellation Brands (Dienstag); Barry Callebaut (Donnerstag). In Sachen Hauptversammlungen geht die Saison allmählich zu Ende. Es stehen u.a. Voestalpine (Mittwoch); Constantin Medien, HORNBACH-Baumarkt-AG (Donnerstag); HORNBACH Holding (Freitag) auf der Agenda.

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Montag
09:55 Uhr: D; Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Juni)
11:00 Uhr: EU; Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Juni)
11:00 Uhr: EU; Arbeitslosenquote (Mai)
11:00 Uhr: EU; Verbraucherpreise (Juni)
16:00 Uhr: USA; ISM-Index verarbeitendes Gewerbe (Juni)
16:00 Uhr: USA; Bauausgaben (Juni)

Dienstag
11:00 Uhr: EU; Erzeugerpreise (Mai)
16:00 Uhr: USA; Auftragseingang der Industrie (Mai)

Mittwoch
09:55 Uhr: D; Einkaufsmanagerindex Dienstleistung (Juni)
10:00 Uhr: EU; Einkaufsmanagerindex Dienstleistung (Juni)
10:00 Uhr: EU; Einkaufsmanagerindex Gesamt (Juni)
11:00 Uhr: EU; Einzelhandelsumsatz (Mai)
14:15 Uhr: USA; ADP Arbeitsmarkt-Report (Juni)
14:30 Uhr: USA; Handelsbilanz (Mai)
14:30 Uhr: USA; Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche)
16:00 Uhr: USA; ISM-Dienstleistungsindex (Juni)

Donnerstag
13:00 Uhr: GB; Bank of England Zinsentscheid
13:45 Uhr: EU; EZB Zinsentscheid

Freitag
12:00 Uhr: EU; Auftragseingang der Industrie (Mai)
14:15 Uhr: USA; Arbeitsmarktbericht (Juni)

Zum Schluss noch ein Hinweis:
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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