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Im Fokus Nokia: Turnaround lässt weiter auf sich warten

Vor wenigen Jahren war Nokia noch der weltgrößte Handyhersteller und zudem das wertvollste Unternehmen Europas. Mit der Smartphone-Revolution begann jedoch der Abstieg. Während sich die Finnen nun schon seit einigen Jahren abstrampeln, um den Rückstand auf die Branchen-Größen Apple und Samsung aufzuholen, stellt dieser Versuch eine interessante Turnaround-Möglichkeit dar. Allerdings lassen die großen Erfolge, selbst mit den neuen Smartphones der Lumia-Reihe auf sich warten, so dass möglicherweise Übernahmefantasien zum letzten Strohhalm für die Optimisten unter den Nokia-Aktionären werden könnten. Trotzdem ist es auch nicht ausgeschlossen, dass uns Nokia doch noch überrascht und selbständig zu den Marktführern aufschließt.

Übernahmegerüchte rund um Nokia sind nichts Neues. Bereits seit einigen Jahren wird in Finanzkreisen darüber gemutmaßt, dass der einstige Weltmarktführer bei Mobiltelefonen ein interessantes Übernahmeziel darstellen könnte. Als wahrscheinlichster Interessent wurde dabei Microsoft ausgemacht, da die Beziehungen zwischen dem Software-Riesen und den Finnen in den vergangenen Jahren immer mehr gewachsen sind. Anhand der nun gescheiterten Verhandlungen über einen Verkauf des Handy-Geschäfts an Microsoft zeigt sich aber, dass die für Unternehmen wie Microsoft sinnvoll erscheinende Übernahme Nokias mit großen Schwierigkeiten verbunden ist und die Finnen selbst offenbar den Kampf um den Smartphone-Markt längst nicht aufgegeben haben.

Wie das „Wall Street Journal“ jüngst berichtete, seien die Verhandlungen zwischen Microsoft und Nokia abgebrochen worden, nachdem sie bereits weit fortgeschritten gewesen sein sollen. Einer der Gründe soll der zu hohe Preis gewesen sein, den die Finnen aufgerufen hatten. Zudem hegt man bei Microsoft offenbar Zweifel, dass Nokia tatsächlich noch entscheidende Marktanteile gegenüber den Platzhirschen bei den lukrativen Smartphones Samsung und Apple hinzu gewinnen kann. Trotz aggressiver Werbekampagnen für die neuesten Lumia-Modelle scheinen die Finnen den Rückstand auf die großen Rivalen nicht aufholen zu können. Aber auch ohne eine Übernahme bleiben Microsoft und Nokia auf dem Smartphone-Markt voneinander abhängig. Immerhin soll Nokia nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC im ersten Quartal für 79 Prozent der Installationen des mobilen Betriebssystems von Microsoft Windows Phone verantwortlich gewesen sein.

Welchen Rückstand Nokia insgesamt bei den Smartphones hat zeigte sich im ersten Quartal. Laut IDC-Angaben hatte Nokia unter den Smartphone-Herstellern lediglich einen Marktanteil von 2,8 Prozent, während Apple 17,3 Prozent und Samsung sogar 31,7 Prozent des Marktes gehörten. Auch im Bereich der Smartphone-Betriebssysteme fristete Nokia mit einem Marktanteil von 3,3 Prozent im ersten Quartal lediglich ein Schattendasein. Dort führt Google mit seinem Android-System und einem Marktanteil von 75,0 Prozent die Liste klar an. Dahinter folgt Apple mit seinem iOS-System und einem Marktanteil von etwa 17,3 Prozent.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Nokia-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX34KV) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,64, die Knock-Out-Schwelle bei 2,25 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX5WVP, aktueller Hebel 3,12; Knock-Out-Schwelle bei 3,55 Euro) auf fallende Kurse bei der Nokia-Aktie setzen.

Stand: 25.06.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Nokia


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