DAX, Commerzbank & Co: Analysten-Einschätzungen – und die aktuelle Lage

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Ui…das war am Montag doch mal knapp. Das Ding mit der 200 Tage-Linie. Unter dem GD50 und GD100 sind wir schon im DAX (WKN: 846900). Wenn dann auch auch noch der „langfristige Aufwärtstrend“ nach unten mal so richtig durchbrochen wird. Was dann?

Seitens der Analysten gibt es zuhauf Publikationen und Meinungen. Ich versuche das mal in diesem Beitrag zu „sammeln“. Die coolste Variante, weil so unbeschwert, zeigt die DZ Bank auf. Sie schrieb am Freitag:

„Bei Lichte betrachtet hat der US-Notenbankchef das bestätigt, was alle vorher wussten: dass er den Ausstieg aus QE in diesem Jahr beginnen und im Verlauf von 2014 beendet haben wird. Die deutliche Marktreaktion auf die Worte Bernankes zeigen, wie sehr sich Aktienanleger an das billige Geld der Notenbanken gewöhnt haben und wie sehr sie den Entzug desselben fürchten. Langfristig betrachtet ergeben sich auf diese Weise Kaufgelegenheiten. Denn sobald Anlegern klar geworden ist, dass die Wirtschaft trotzdem weiter wachsen wird (das ist schließlich die Bedingung für den Ausstieg), dürften Unternehmensgewinne und mit ihnen die Aktienkurse wieder ansteigen.“ Na dann! Für den DAX sehen die DZ-Jungs für 2014 ein KGV von 10,2 und eine gestiegene Div-Rendite von 3,5%. Joaa und kurzfristig – da schaun wir mal…

UnbiCredit gibt da vielleicht schon eher eine Antwort. Die Jungs träumen dem „Sommer-DAX-Märchen“ ein wenig hinterher:

„Es hätte ein wunderbarer Sommer werden können. Nach knapp sechs Jahren schwang sich der DAX® im Mai auf ein neues Allzeithoch und versuchte mit dem großen Bruder in Amerika endlich wieder Schritt zu halten. Die Feierstimmung hielt jedoch nicht lange. Genau genommen waren es nicht einmal drei Wochen, ehe der Index kippte.“ Und sie schauen auf die Charttechnik:

„Aus technischer Sicht präsentieren sich inzwischen fast alle Indizes angeschlagen. Beim DAX® verschärfte sich in der vergangenen Woche der Abwärtstrend. Es besteht jedoch durchaus die Chance, dass sich der Index in dieser Woche stabilisiert. Schließlich findet er im Bereich zwischen 7.680 und 7.790 Punkten eine starke Unterstützung. Ein Rebound bis 8.090 Punkte erscheint diese Woche möglich. Fällt der Index jedoch unter die Zone, droht erneut eine scharfe Korrektur.“ Autsch! Das wollen wir gar nicht hören! Und beim MDAX das Gleiche:

„Der Bruch des seit November 2012 gebildeten Aufwärtstrends und der 50-Tage EMA-Durchschnittslinie stimmt zweifelsohne pessimistisch. Im Bereich zwischen 13.230 und 13.540 Punkten findet der Index allerdings eine starke Unterstützung. Vor diesem Hintergrund könnte sich diese Woche erneut ein Ringen zwischen Bullen und Bären entwickeln.“

Aber wir haben da als Anleger auch noch die Landesbank Berlin. Gott sei dank sind die Jungs bullish könnte man da sagen. Denn:

„Nachdem die Märkte in den letzten Jahren von Zentralbankliquidität abhängig geworden sind, stellen die Fed-Äußerungen eine Trendwende dar. Auf Sicht der nächsten Jahre müssen sich Investoren auf einen Rückgang von Zentralbankliquidität einstellen. Dies dürfte eine erhöhte Volatilität mit sich bringen. Es erscheint daher umso wichtiger, dass das wirtschaftliche Umfeld in eine Verbesserung umschwingt – für China sind die Zweifel da zuletzt aber eher größer geworden. Da die Fed mit Bedacht vorgehen wird, halten wir an der Sicht fest, dass Dax-Kurse unter 8.000 Zählern eine mittelfristige Einstiegschance darstellen.“

Na also, geht doch, endlich mal einer, der nicht Trübsal bläst!

Ganz im Gegensatz zur RBS. Die müssen uns dann doch wieder in die Suppe spucken und bringen die Bingo-Zahlen 7600 und 7400 ins Spiel. Neeee, neee, lasst mal., aber gut:

„Der DAX musste am Freitag erneut deutliche Kursverluste einstecken. Er ist nun gefährlich nahe an seinen seit August 2011 etablierten Aufwärtstrend bei aktuell 7.770 Punkten herangelaufen. Ein Bruch des übergeordneten Aufwärtstrends könnte neuen Verkaufsdruck aufkommen lassen und möglicherweise darunter befindliche Stopps auslösen, was den Verkaufsdruck zusätzlich verschärfen würde. Trifft dies ein, dann wartet erst bei knapp 7.630 Punkten die nächste Unterstützung, ehe nur noch der horizontale Support bei knapp unter 7.600 Punkten einen weiteren Absturz in Richtung 7.418 Punkte verhindern könnte. Der RSI nähert sich dem überverkauften Bereich, was leichte Hoffnungen auf eine Gegenbewegung aufkommen lässt. Diese könnte den DAX dann zunächst wieder in Richtung 8.000-Punkte-Marke befördern, ehe die Hürde bei 8.074 Punkten warten würde.“

Hm… mein Fazit? Naja, vielleicht so etwas wie „Langfristig in Aktien investiert bleiben, einfach ein bisschen Eier besitzen und diverse Positionen nachkaufen – bei Schwäche“. Und vielleicht on Top:

Sich nicht immer verrückt machen lassen und so Zocker-Aktien wie eine Commerzbank-Aktie (WKN: CBK 100) nach wie vor links liegen lassen, es sei denn wir haben gerade ein paar Euros auf der Seite, mit denen man hübsch im Derivate-Bereich aktiv werden könnte. Aber Stopp – das wäre zocken, und das wollen wir alle ja (im DAX und mit Aktien) gar nicht, oder?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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