Begrenztes Aufwärtspotenzial bei Rohstoffen – Gold mittelfristig um 1400 Dollar erwartet

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Oh, das ist schon bitter. Wenn man sich die Charts von diversen Rohstoffen anschaut. Gold (WKN 965515), Silber (WKN 965310) oder Platin. Alles nicht gerade positiv. So mancher Analyst spricht ganz deutliche Worte.

Die DekaBank bringt es aktuell auf den Punkt – der Rückblick der Analysten – ganz nüchtern:

An den Rohstoffmärkten sorgten in den vergangenen Wochen vor allem drei Themen für eine volatile Entwicklung. Unter den schwächeren Konjunkturdaten aus China hatten vor allem die Industriemetalle zu leiden, da das Land in vielen Segmenten weltweit der wichtigste Verbraucher ist. Belastend wirkte darüber hinaus die anhaltende Diskussion um eine mögliche geldpolitische Wende und Rückführung der Liquidität in den USA.

Zuletzt führten schließlich die geopolitischen Spannungen in der Region des Nahen Ostens (anhaltende Proteste in der Türkei, mögliche Waffenlieferungen der USA an die Rebellen in Syrien und Sorge um eine Eskalation in der Region) dazu, dass vor allem die Ölpreise für Brent und WTI merklich anzogen. Bei den Edelmetallen stemmte sich Palladium wegen der günstigeren Nachfrageperspektiven von Seiten der Automobilindustrie lange Zeit gegen den Trend, büßte dann aber ebenso wie Silber und Platin deutlich an Wert ein. Gold konnte dagegen im Vierwochenvergleich sogar wieder leicht zulegen.

Der Ausblick wiederum ist nicht gerade vielversprechender:

Angesichts der in einigen Bereichen nach wie vor bestehenden Angebotsüberschüsse und hohen Lagerbestände wird die künftige Preisentwicklung vieler Rohstoffe maßgeblich von den jeweils aktuellen Erwartungen hinsichtlich einer Veränderung der Nachfragesituation dominiert werden. Und weiter:

Da wir für die kommenden Monate nur mit einer moderaten Belebung der Weltwirtschaft rechnen, dürfte auch das Aufwärtspotenzial für die Rohstoffpreise begrenzt bleiben. Unserer Einschätzung nach dürften von dieser Belebung vor allem die konjunkturreagiblen Rohstoffe noch am „besten“ abschneiden. Das sind insbesondere die Industriemetalle und diejenigen Edelmetalle, die auch von der Industrie stärker nachgefragt werden (Palladium, Platin, Silber).

Jetzt das große „Aber“ für alle Gold-Fans:

Für die „Krisenwährung“ Gold erwarten wir hingegen auf Sicht der kommenden Monate eine Seitwärtsentwicklung um 1.400 US-Dollar je Feinunze. Das heißt für mich: Gute Kaufkurse!

take Care;
Euer Goldfinger

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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