Solarworld: Strohfeuer Rettungsgerüchte

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Bildquelle: Pressebild Solarworld

Kurssprünge bei Solarworld (WKN 510840) sind ja nichts neues, seit die Aktie als Zock-Ersatz für die inzwischen zu teure Commerzbank-Aktie (WKN CBK100) geworden ist (siehe: Wird Solarworld die neue Commerzbank?). Doch die heutigen Kursturbulenzen sind recht konkreten Rettungsgerüchten geschuldet – dennoch sollte man sich als Anleger nicht aufs Glatteis führen lassen.

Auslöser für den heutigen Kurssprung sind Gerüchte wonach sich Konzernchef Frank Asbeck mit einem Großteil seiner Gläubiger auf wichtige Details der künftigen Finanzstruktur geeinigt hat. Zudem soll laut Wall Street Journal Deutschland Qatar Solar Technologies in einer Kapitalerhöhung rund 35 Mio. Euro für etwa 30 Prozent der Anteile an Solarworld ausgeben wollen. Das alles sind zwar auf den ersten Blick gute Nachrichten. Doch Anleger sind bereits jetzt die Gekniffenen, seit Schulden- und Kapitalschnitt infolge von Millionenverlusten angekündigt wurden.

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Selbst wenn die aktuell genannten Rettungsgerüchte zutreffen sollten, dürfte sich erst mal am desolaten Bild der Solarworld-Aktie nichts ändern. Lediglich Zocker versuchen derzeit ihr Glück mit entsprechenden Engagements. Alle anderen sollten um Solarworld einen großen Bogen machen und warten, bis sich die Lage wirklich normalisiert hat – sofern das überhaupt gelingt. Erst wenn das Geschäft bei Solarworld wieder in ruhigeren Fahrwassern ist, sprich die Umsatzeinbrüche gestoppt und ein positives Zukunftsbild gezeichnet werden kann, sollte man sich wieder mit Solarworld beschäftigen. Es ist zwar immer schade, wenn ein einstiger Börsenliebling vor die Hunde geht, aber schlechtem Geld gutes hinterher zu werfen hilft auch nichts.

Bildquelle: Pressebild Solarworld


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