Heute morgen bin ich schon drüber gestolpert, aber zuerst wollte ich der Langeweile wegen nichts dazu schreiben. Nun doch. Zumindest kurz. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat heute einen genialen PR-Coup gelandet. Mit der Mitteilung an die Bild, dass im Rahmen der Abwrackprämie 50.000 Fahrzeuge nicht ordnungsmäß verschrottet, sondern ins Ausland geschafft wurden. Von organisierter Kriminalität und haste nicht gesehen… Der Bild-Artikel ist leider online nicht zu finden, drum verlinke ich mal auf Spon. Im Radio kam heute dann der BDK-Chef und erklärte das Zustandekommen der Zahl von 50.000 Betrugsfällen: Es sind Schätzungen die auf Ergebnissen der Dunkelfeldforschung beruhen… Nun ja, für mich hören sich die Zahlen des BDK sehr nach “aus der Hüfte geschossen” an.

Offenbar auch für andere: das Bundeswirtschaftsministerium. Laut Handelsblatt erklärte ein Sprecher, dass ihm diese sehr hohen Zahlen nicht vorlägen. Er sprach von weniger als 100 Anfragen, bei denen die Autos möglicherweise nicht ordnungsgemäß abgewrackt wurden. Über die genannte Zahl verlangte er Aufklärung.

Davon abgesehen, dass ich es verstehen würde, wenn manch ein Schrotthändler die ein oder andere „Perle“ anderweitig verwendet, ist das ganze doch eh ein Scheindiskussion. Ein Altauto wird in Teilen ganz legal ins Ausland gebracht, um dort dann wieder zu neuem Leben erweckt zu werden. Gut, dazu muss in Deutschland mit einiger Arbeitskraft das Auto zerlegt und im Ausland wieder unter erheblicher Arbeitskraft zusammengebaut werden. Aber im Endeffekt fährt das Auto nicht mehr in Deutschland, sondern in Afrika, Osteuropa oder sonst wo. Aber damit will ich es jetzt auch belassen. Verweiße noch auf den Artikel Abwrackprämienbeschiss beim Filterblog und meinen Artikle zu Cash for Clunkers.


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