Lanxess: Kursplus (noch) nicht gerechtfertigt

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Bildquelle: Pressefoto Lanxess

Es sind meist die kleinen Meldungen, die an schwachen Tagen große Auswirkungen haben. So geschehen heute bei der Aktie des Spezialchemiekonzerns Lanxess (WKN 547040). Als zwischenzeitlicher Spitzenreiter im DAX rieb sich so mancher die Augen. Schuld war eine Heraufstufung durch Analysten. Allerdings könnte der Optimismus verfrüht sein.

„Schuld“ für die heutige Kursbewegung ist das Analysehaus Kepler Cheuvreux. Mit einer Heraufstufung der Lanxess-Aktie von „Hold“ auf „Buy“ und einer gleichzeitigen Kurszielanhebung von 56 auf 70 Euro ändert einer seine Meinung mit Verve. Als Grund für den Optimismus wird eine bevorstehende Erholung der Nachfrage nach synthetischem Gummi genannt. Offenbar sollen sich Autoreifen wieder mehr verkaufen und dieser Bereich sorgt immerhin für 40 Prozent der Umsätze des DAX-Konzerns. Doch angesichts des nach wie vor schwächelnden Automobilabsatzes scheinen Erholungen ausgerechnet im Reifensegment verfrüht.

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Charttechnisch bleibt die Aktie weiterhin angeschlagen. Lediglich beim Momentum stehen die Zeichen auf grün. Fundamental ist die Aktie mit einem 2014er KGV von 9 zwar nicht teuer, aber im Gegensatz zu Chemiegrößen wie BASF (WKN BASF11) ist die Aktie eben zu sehr von Einzelbranchen abhängig. Von daher sehen wir es derzeit eher wie die Analysten von JPMorgan („Neutral“), die ein Kursziel von 56 Euro nennen. Erst wenn von Seiten der Autobranche wirklich wieder gute Stimmung verbreitet wird, dürfte sich auch bei Lanxess was tun. Zudem ist der DAX-Neuling nach wie vor mit Vorschusslorbeeren ausgestattet, was wir hier schon angemerkt haben.

Bildquelle: Pressefoto Lanxess


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