Was sind die wichtigsten Kriterien bei der Wahl einer Immobilie?

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Bildquelle Fotolia © Günter Menzl

Der Kauf einer selbstgenutzten Immobilie ist immer eine emotionale Sache. Da kann es schon einmal vorkommen, dass die Vorfreude aufs Eigenheim die Sinne vernebelt. Doch sollte man bei einer Sache niemals Abstriche machen: bei der Lage! Sie ist nicht nur wichtig für die Lebensqualität und Wertentwicklung. Sie ist auch entscheidend, wenn man sein Haus doch einmal verkaufen muss. Und in Zeiten berufsbedingter Umzüge, drohender Staatspleiten und vieler Scheidungen kann das schneller passieren, als man denkt.

Ein Haus in einer guten Lage findet immer einen Käufer. So einfach ist die Regel. Daher sollte man bereits beim Kauf prüfen, wie die Wunschimmobilie gelegen ist. Das fängt bei der Stadt und dem Stadtteil an. Hat ein Stadtteil einen schlechten Ruf, ist das Interesse am Objekt gering – selbst wenn es am Rand liegt und eigentlich schon zum anderen Stadtteil gehört. Viele Interessenten gucken sich Häuser in einer bestimmten Lage gar nicht erst an.

Daneben spielt die Infrastruktur eine Rolle. Gibt es Naherholungsgebiete? Wie ist die Verkehrsanbindung? Gibt es Schulen und Einkaufsmöglichkeiten? Wie hoch ist die Lärmbelästigung? Es gibt Lagen, die alle Vorteile bieten: optimal angebunden, alles vor der Haustür und trotzdem ruhig. Diese Lagen sind selbstverständlich besonders begehrt – und besonders teuer! So erklärt sich auch, dass die romantischsten Schwarzwaldlagen für einen Schnäppchenpreis zu haben sind. Denn zwar sind sie sehr ruhig gelegen, doch sind die Verkehrsanbindung und die Einkaufsmöglichkeiten meist katastrophal.

Auch wenn sich die Baufinanzierungszinsen derzeit auf einem Rekordtief befinden und der Boom noch einige Zeit anhalten könnte, sollte jede Immobilie vor dem Kauf einer intensiven Prüfung unterzogen werden. Dazu sollte unter anderem auch geprüft werden, wie sich die Bevölkerungsentwicklung darstellt und ob derzeit ein Nettozuzug stattfindet oder ob die Bevölkerung in der entsprechenden Region schrumpft. Gleichzeitig hat gerade der jüngste Immobilien-Boom dazu geführt, dass auch Inhaber von weniger attraktiven Objekten versuchen ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen und ihre Immobilien daher überteuert anbieten. Auskunft welche Lagen derzeit wie zu bewerten sind, gibt der Immobilienkompass der Zeitschrift Capital unter www.immobilien-kompass.de.

Fazit: Immobilienkäufer sind stets gut beraten, besonders auf die Lage einer Immobilie zu achten. Die Ausstattung des Hauses kann man verändern. Den Schnitt kann man noch etwas beeinflussen. Doch die Lage bleibt bestehen. Sie ist daher das wichtigste Kriterium bei der Wahl einer Immobilie!

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2 KOMMENTARE

  1. Toller Artikel, der zukünftigen Bauherren aufzeigt, dass die Lage ein Faktor ist, der nicht unterschätzt werden darf. Jeder der sich ein Haus “im Grünen“ bauen möchte, sollte sich ernsthaft überlegen, ob damit eine höhere Lebensqualität gewährleistet wird. Langes Pendeln, Kinder, die sich langweilen, weil es keine Freizeitangebote gibt, langsames Internet sind nur einige Gründe, die gegen ein Haus „weitab vom Schuss“ sprechen.
    Auch eine schöne Aussicht muss nicht für immer bestehen bleiben. Bäume auf dem Nachbargrundstück können gefällt werden, der Ausblick durch Hochspannungsleitungen oder Windräder verschandelt werden. All das gilt es zu berücksichtigen, damit eine Immobilie auch eine erfolgreiche Geldanlage sein kann.
    FYI: Der Link zu immobilien-kompass.de funktioniert leider nicht.

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