K+S: Neues Jahrestief als Einstiegssignal?

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Bildquelle: Pressebild K+S

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S (WKN KSAG88) konnte einen positiven Jahresauftakt verbuchen. Gleichzeitig scheint das Unternehmen langfristig sehr gut aufgestellt zu sein. Die Weltbevölkerung steigt, weshalb in Zukunft auch die Nachfrage nach Düngemitteln ansteigen müssen. Trotzdem schwächelt die Aktie von K+S nun schon seit geraumer Zeit. Das nun erreichte Jahrestief und das (zwischenzeitliche) Unterschreiten der 30-Euro-Marke stellt den vorläufigen Höhepunkt dar. Doch gerade nach so einem Kursrückgang besteht für das Papier einiges an Luft nach oben.

Im ersten Quartal des Jahres konnte K+S ein starkes Salzgeschäft verbuchen. Dabei profitierte die Nachfrage unter anderem von einem langen Winter. Zudem zeigte sich der Kali-Absatz im Vergleich zum eher enttäuschend ausgefallenen Geschäftsjahr 2012 verbessert. Somit konnte K+S sowohl beim Umsatz als auch auf Ergebnisseite deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen. Daher wurde auch die Prognose für 2013 bestätigt, wonach Umsatz und Gewinn verbessert werden sollen.

Aktuell spalten jedoch die steigenden Kosten und Verzögerungen bei einem neuen Kaliwerk in Kanada (Siehe Beitrag dazu) die Analystenzunft im Hinblick auf die Aktie von K+S. Während einige diese Kosten als eine große Belastung herausstellen, ist man beispielsweise beim Analysehaus Independent Research der Meinung, dass die jüngsten Schwierigkeiten wie der aktuelle Preisdruck bei Kali und die höher als bislang geplanten Kosten für das Legacy-Projekt nach dem jüngsten Kursrückgang größtenteils eingepreist seien. Zudem habe das im Branchenvergleich unterbewertete Papier laut Analyst Christoph Schöndube vom aktuellen Niveau ein deutliches Aufwärtspotenzial.

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Aus Sicht der Charttechnik ergeben sich für K+S keine Kaufargumente. Und dennoch lohnt sich ein Blick auf die Aktie. Sie notiert derzeit so tief, wie zuletzt im Zuge der großen Finanzkrise. Zwar ist konjunkturell alles nicht mehr so rosig wie in den letzten Monaten, doch von 2008 sind wir weit entfernt. Ein Grund auf die Fundamentaldaten zu schauen. Ein 2014er KGV von knapp 10, ein KUV von 1,45 und eine Dividendenrendite von über 4 Prozent sind durchaus Kaufgründe.

Bildquelle: Pressebild K+S


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