VW-Aktie: Jetzt gilt es

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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

Für die deutschen Automobilhersteller ist und bleibt China das gelobte Land. Im Fall von Europas größtem Automobilhersteller Volkswagen (WKN 766403) soll der Wachstumsmarkt zudem das Sprungbrett zur Weltmarktspitze sein. VW investiert vor allem in China, um eines Tages Toyota (WKN 853510) als weltgrößten Autobauer ablösen zu können. Allerdings ist die ambitionierte Wachstumsstrategie der Wolfsburger nicht zum Nulltarif zu haben, weshalb das Unternehmen nun über eine neue Pflichtwandelanleihe 1,2 Mrd. Euro eingesammelt hat. Für die Aktie wiederum ist es derzeit charttechnisch spannend.

Die Anleihe läuft bis November 2015. Allerdings gibt es bei Fälligkeit für die Inhaber statt des Geldes neue VW-Vorzugsaktien. Bereits im November hatte sich VW auf diese Weise frische 2,5 Mrd. Euro besorgt. Genau wie damals erhalten die Anleger eine Verzinsung von 5,5 Prozent. Während sich die Altaktionäre von dieser Maßnahme wenig erfreut zeigten und die VW-Aktie am Mittwochnachmittag zu den schwächsten Werten im DAX gehörte, bleiben die mittel- bis langfristigen Aussichten für VW angesichts des anhaltenden Konzernwachstums positiv.

Kein Wunder also, dass sich auch die Analystenzunft im Hinblick auf die VW-Aktie optimistisch zeigt. Die Commerzbank hat die Einstufung für die VW-Vorzugsaktien nach der angekündigten Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe auf „Buy“ mit einem Kursziel von 195 Euro belassen. Die Finanzierungskosten seien ein wichtiger Faktor in der Wettbewerbsfähigkeit des Autobauers, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Mittwoch. Er verstehe es daher, dass sich der Konzern mit der Pflichtwandelanleihe günstige Konditionen sichern wolle. Sie sei zudem positiv für die Aktie des Lastwagenherstellers MAN, da sie Spekulationen über eine vollständige Übernahme durch Volkswagen befeuern dürfte, heißt es weiter.

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Charttechnisch sieht die Aktie derzeit interessant aus. Nach der Achterbahnfahrt seit Jahresanfang zeichnet sich aktuell ein Drehen oberhalb des GD200 ab, wodurch der übergeordnete Aufwärtstrend bestätigt werden würde. Sollte dies gelingen, besteht Potenzial bis in Höhe des Februar-Hochs. Gelingt das Drehen nicht, ist eine härtere Korrektur wohl unausweichlich. Dann könnte auch das April-Tief bei knapp 140 Euro noch einmal getestet werden. Alles in allem ist VW aber weiterhin die beliebteste deutsche Autoaktie – bei Anlegern und Analysten – und das dürfte wohl auch so bleiben. Stolze 38 von 48 Analysten stufen die Aktie mit kaufen ein. Als durchschnittliches Kursziel ergibt sich ein Wert von 190 Euro. Spitzenreiter ist die Deutsche Bank mit 240 Euro.

Bildquelle: Pressefoto Volkswagen


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