Deutsche Telekom bläst #Drosselkom zum Teil ab, Kurspotenzial weiter begrenzt

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Telekom

Nach den wenig schmeichelhaften Schlagzeilen der letzten Monate rund um die Begrenzung der Flatrate-Tarife (Im Internet unter #Drosselkom diskutiert) legte die Aktie der Deutschen Telekom (WKN 555750) – getrieben auch durch Dividendenjäger – bis auf 10 Euro zu. Doch bei dieser Marke war Schluss. Heute hat die Telekom nun die Begrenzung der Flatrate-Tarife zum Teil zurückgenommen. Zweistellige Kurse dürften daher so bald nicht mehr erreichbar sein.

In der Mitteilung der Telekom heißt es:

Ab 2016 werden Kunden, sollten sie nach Aufbrauchen ihres Inklusivvolumens keine zusätzlichen Datenpakete buchen oder keine Flatrate nutzen, mit 2 Mbit/s statt wie bisher geplant mit 384 Kbit/s surfen können. […]
„Eine weitere Sorge, die wir oft gehört haben, ist, dass beispielsweise Familien mit den bisher definierten Volumina in Zukunft nicht auskommen werden“, so Michael Hagspihl, Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland. „Wir stehen im Wettbewerb und es ist doch klar, dass wir diesen Sorgen Rechnung tragen und für alle Zielgruppen attraktive Tarifpakete schnüren werden. Aber es ist zu früh, über Details der Tarife in drei Jahren zu sprechen.“

Damit ist zwar das Thema für den ein oder anderen vom Tisch. Generell hat sich die Telekom aber nur Zeit beschafft. Beim Thema Netzneutralität steht man unverändert in der Kritik und wie die Tarifstruktur am Ende wirklich aussieht, bleibt weiter offen.

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Charttechnisch ist die Aktie nach dem Rückfall unter die Marke von 9 Euro angeschlagen. Zwar stabilisiert sich die T-Aktie derzeit in Höhe des GD200, doch Kurspotenzial lässt sich daraus nicht ableiten. Sicherlich darf man hier auch den gerechtfertigten Dividendenabschlag von 70 Cent nicht unterschlagen. Doch selbst wenn man dies tut, notiert die Aktie deutlich unter den Möglichkeiten. Mit einem 2014er KGV von 12,5 und einer Dividendenrendite von 5,5 Prozent ist die Aktie zudem nicht überteuert. Dennoch fehlen auch nach der Lösung des US-Problems durch die Fusion von T-Mobile USA und MetroPCS zur T-Mobile US die weiteren Impulse. Ohne die bleibt die T-Aktie wohl im Tal der Anleger-Tränen und sorgt für Langeweile…

Bildquelle: Pressebild Deutsche Telekom


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