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Loewe plant nun Kapitalherabsetzung – Rettung aber weiter offen

Für Anleger der Loewe AG (WKN 649410) gehen die Hiobsbotschaften erwartungsgemäß weiter. Heute kündigte der letzte börsennotierte deutsche TV-Hersteller an, dass nun tatsächlich – wie bereits erwartet – die Hälfte des Grundkapitals aufgezerrt ist. Die Aktie brach daraufhin um 20 Prozent ein. Eine Rettung ist trotz einer angekündigten Kapitalherabsetzung weiter nicht in Sicht. Anleger sollten vorsichtig alle Optionen prüfen.

Zunächst die traurige Wahrheit:

Der Vorstand der Loewe AG teilt mit, dass mit der Aufstellung der Monatsbilanz Mai 2013 wie erwartet ein Verlust von mehr als der Hälfte das Grundkapitals der Loewe AG eingetreten ist. Der Vorstand wird unverzüglich für den 31. Juli 2013 in Berlin eine Hauptversammlung einberufen, in der der Vorstand gemäß § 92 Abs. 1 AktG den Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals anzeigen und der Hauptversammlung zum Ausgleich der eingetretenen Verluste und Wertminderungen eine vereinfachte Kapitalherabsetzung vorschlagen wird. Das Grundkapital der Loewe AG soll auf EUR 3.252.307 herabgesetzt werden. Die Kapitalherabsetzung soll im Verhältnis 4:1 durch Zusammenlegung von Aktien durchgeführt werden. Darüber hinaus befindet sich Loewe im Prozess zur Umsetzung einer Kapitalerhöhung unter Einbeziehung der bestehenden Aktionäre und neuer Investoren.

Während Altanleger durch die Kapitalherabsetzung so oder so um einen Teil ihrer Anlage gebracht werden, sollte die Teilnahme an einer möglichen Kapitalerhöhung genau durchdacht werden. Die Details stehen ja noch aus. Dennoch kann man sich schon einmal generell Gedanken machen, ob man diesen Schritt mit gehen möchte.

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Die Charttechnik sagt alles. Sowohl kurz- also auch langfristig gibt es keine positiven Signale. Der heutige Fall unter die 2-Euro-Marke dürfte dabei auch erst die Spitze des Eisbergs sein. Weitere Kursverluste sind wohl nicht zu vermeiden. Von daher: Lieber schnell mit dem Verlust abschließen und woanders investieren. Nur hartgesottene Loewe-Fans dürften wohl noch an Bord bleiben und auf Rettung hoffen. So hart das auch immer klingen mag…

Bildquelle: Pressefoto Loewe


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