GESCO bremst Euphorie mit vorsichtigen Prognosen, Aufwärtstrend intakt

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Bildquelle: Pressefoto BÖAG Börsen AG/ Börsen Hamburg und Hannover

Die Bilanzpressekonferenz der Beteiligungsgesellschaft GESCO (WKN A1K020) bot die ein oder andere Überraschung. So konnte das im SDAX notierte Unternehmen im Geschäftsjahr 2012/13 (01.04.2012 bis 31.03.2013) seine eigene Prognosen übertreffen. Für das nun laufende Jahr 2013/14 wurde indes eine vorsichtigere Planung vorgestellt. Zudem kündigte GESCO Investitionen von über 30 Mio. Euro in die zukünftige Entwicklung der Gruppe an. Die Aktie dürfte angesichts solcher Nachrichten ihrem Aufwärtstrend wohl treu bleiben.

Der Auftragseingang erreichte im Geschäftsjahr 2012/13 mit 439,4 Mio. Euro nahezu exakt den Wert des Vorjahreszeitraums. Der Konzernumsatz legte um 6,0 Prozent auf 440,4 Mio. Euro zu. Aufgrund höherer Abschreibungen sank das Betriebsergebnis (EBIT) von 39,1 Mio. Euro auf nun 37,3 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter erreichte 20,9 Mio. Euro gegenüber 22,5 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 6,30 Euro, kann aufgrund unterschiedlicher Aktienanzahl jedoch nicht mit dem Vorjahreswert von 7,40 Euro verglichen werden. Die Dividende soll von der Rekorddividende von 2,90 Euro je Aktie im Vorjahr auf 2,50 Euro je Aktie zurückgeführt werden. Daraus ergäbe sich aktuell eine ordentliche Dividendenrendite von 3,2 Prozent.

Für das neue Geschäftsjahr 2013/14 rechnet GESCO in einem schwierigeren, von Unsicherheit geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld mit einem Konzernumsatz zwischen 435 und 450 Mio. Euro. Für den Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter werden 18,5 bis 20,5 Mio. Euro erwartet, da einige Unternehmen angesichts der konjunkturellen Flaute rückläufige Umsätze und Margen verzeichnen und die neu erworbenen Unternehmen aufgrund der Effekte aus der Erstkonsolidierung in den ersten beiden Jahren nach der Akquisition noch nicht ihren vollen Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis beisteuern.

Dass diese Zahlen durchaus realistisch sein könnten, zeigen die ersten Daten. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2013/2014, das die operativen Monate Januar bis März 2013 der Tochtergesellschaften umfasst, erzielte GESCO einen Auftragseingang von rund 110 Mio. Euro (Vorjahr: 116,3 Mio. Euro) und einen Umsatz von rund 108 Mio. Euro (Vorjahr: 106,8 Mio. Euro). Der Auftragsbestand zum Ende des operativen ersten Quartals belief sich auf über 200 Mio. Euro.

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Charttechnisch ist der übergeordnete Aufwärtstrend weiter intakt. Allerdings hat sich der Kurs nun auch dem GD100 angenähert. Von daher dürfte kurzfristig eher die Luft aus der Aktie raus sein. Positive Konjunkturmeldungen dürften allerdings rasch wieder Vertrauen in die Aktie zurückbringen. Dann dürften auch die optimistischen Kursziele von Equinet („Buy“) von 95 Euro erreicht werden können. Bis dahin sollte man es eher mit dem Bankhaus Lampe halten, die sehen die Aktie zuletzt mit „Halten“ und einem Kursziel von 75 Euro.

Bildquelle: Pressefoto BÖAG Börsen AG/ Börsen Hamburg und Hannover


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