GM & AIG: Interessant nach S&P500-Rückkehr?

2
Bildquelle: Pressefoto Börse Stuttgart

Im Zuge der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise mussten die US-Steuerzahler mit hohen Milliardensummen einspringen, um die Großkonzerne General Motors (GM) (WKN A1C9CM) und AIG (WKN A0X88Z) vor einer Pleite zu bewahren. Nun kehren die beiden Unternehmen in den US-Leitindex S&P 500 zurück. Während der Staat beim einstmals weltgrößten Versicherer AIG wieder ausgestiegen ist und dabei einen Gewinn erzielen konnte, dürfte der endgültige Ausstieg bei GM jedoch Milliardenverluste mit sich bringen.

Die US-Regierung will sich bis zum Jahr 2014 ganz bei GM zurückziehen. Derzeit hält der Staat noch rund 14 Prozent an dem Autobauer, der mit 50 Mrd. US-Dollar aus öffentlichen Mitteln gerettet werden musste. Wesentlich tiefer mussten die US-Steuerzahler bei AIG in die Tasche greifen. Nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers hätte eine Pleite des Versicherers möglicherweise das weltweite Finanzsystem kollabieren lassen. Somit nahm die US-Regierung im Herbst 2008 die stolze Summe von 182 Mrd. US-Dollar zur Rettung von AIG in die Hand.

chA1C9CM_20130607

Beide Indexrückkehrer konnten zuletzt eine deutliche Erholung bei den jeweiligen Aktienkursen verzeichnen. Sie profitieren unter anderem von dem Aufschwung in der US-Wirtschaft. Während AIG jedoch weiterhin mit einem unsicheren Finanzmarktumfeld zu kämpfen hat, freut man sich beim Opel-Mutterkonzern über die Kauflust der Amerikaner. Zwar musste der GM im ersten Quartal einen Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 Prozent auf 865 Mio. US-Dollar hinnehmen, allerdings hatten einige Analysten einen noch deutlicheren Rückgang erwartet. Im Mai konnten die Verkaufszahlen in den USA im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent nach oben geschraubt werden. Dabei liefen die Geschäfte mit der Marke Cadillac besonders gut.

Bildquelle: Pressefoto Börse Stuttgart


2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here