Voestalpine: Vor der Bewährungsprobe

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Bildquelle: Pressefoto © voestalpine

Voestalpine-Chef Wolfgang Eder hat ehrgeizige Pläne: Bis 2020 will er den Umsatz des Stahlkonzerns, der im vergangenen Jahr bei rund 12,1 Mrd. Euro lag, auf bis zu 20 Mrd. Euro nach oben schrauben. Dazu soll auch das Geschäft in Deutschland deutlich ausgebaut werden. Etwa ein Drittel des geplanten Erlöszuwachses soll auf das Nachbarland entfallen. Schon bisher erzielt Voestalpine mit 3,6 Mio. Euro rund ein Drittel des Konzernumsatzes in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Geschäftsvolumen dort vervierfacht.

Grundsätzlich leidet die europäische Stahlindustrie derzeit an Überkapazitäten. Eder, der auch Präsident des europäischen Stahlverbands Eurofer ist, bezifferte diese aktuell auf „20 bis 25 Prozent“. Bei einer jährlichen Gesamtproduktion in Europa von 210 bis 215 Mio. Tonnen entspricht das in etwa 40 bis 50 Mio. Tonnen.

Aktuell blicken Anleger mit Spannung der Vorlage des Geschäftsberichts am 5. Juni entgegen. Dann wird sich zeigen, ob das drittgrößte europäische Stahlunternehmen nach ArcelorMittal und ThyssenKrupp sich auch im Schlussviertel des Geschäftsjahres 2012/13 gut in dem schwierigen Marktumfeld behaupten konnte.

Die Voestalpine-Aktie konnte sich in den vergangenen Wochen deutlich erholen und hat dabei sogar die 90- und 200-Tage-Durchschnittslinien überwunden. Bei knapp 27 Euro und vor allem bei knapp 29 Euro trifft der Titel auf Widerstände.

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Eine interessante Alternative zur Aktie finden Anleger mit der Protect Aktienanleihe (ISIN AT000B119524) von der Erste Group Bank vor. Durch den Kupon von 7,25 Prozent p.a., der am Laufzeitende zur Auszahlung gelangt, bietet das Papier einen gewissen Schutz vor Verlusten. Zudem wird die Aktienanleihe zum Nennwert getilgt, wenn der Kurs der Voestalpine-Aktie während der Laufzeit niemals die Barriere von 80 Prozent des Startwerts verletzt. Sollte der Titel diese Marke wider Erwarten berühren oder durchbrechen und am Ende nicht wieder über dem Startpreis notieren, erfolgt die physische Lieferung der Aktien.

Für Anleger, die von einer anhaltenden Kurserholung bei Voestalpine ausgehen, ist die klassische Aktienanleihe (ISIN AT000B119516) geeignet. Sie ist ohne Protect-Level ausgestattet. Das bedeutet: Zur Rückzahlung zum Nennwert kommt es bei diesem Papier dann, wenn die Aktie am Laufzeitende über ihrem Startwert notiert. Das etwas größere Risiko wird im Erfolgsfall mit einem höheren Kupon von 8,75 Prozent p.a. „belohnt“.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Voestalpine


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