Im Fokus DAX: Gibt es ein Leben ohne Fed-Anleihekäufe?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Lange Zeit kannte der DAX nur eine Richtung. Beflügelt durch die Rekordjagd an der Wall Street, schaffte es auch das wichtigste deutsche Börsenbarometer die jüngste Rallye mit neuen Allzeithochs und dem erstmaligen Sprung über die Marke von 8.500 Punkten zu krönen. Allerdings musste der Index in der Zwischenzeit eine leichte Korrektur hinnehmen. Für eine mögliche Fortsetzung der Rekordjagd im DAX entscheidend sein, ob sich die Anleger mit einer Welt anfreunden können, in der die US-Notenbank vielleicht eine etwas restriktivere Geldpolitik als bisher fährt.

Während sich der DAX bereits von der jüngsten Korrektur erholen konnte war es Fed-Chef Ben Bernanke, der dafür sorgte, dass der DAX eine Serie von zwölf Handelstagen in Folge, die er mit positiven Vorzeichen beenden konnte, schließlich beenden musste. Bernanke machte in seiner jüngsten Rede vor dem US-Kongress deutlich, dass die Fed an den monatlichen Anleihekäufen in Höhe von 85 Mrd. US-Dollar festhalten wolle. Er begründete dies damit, dass die Erholung der US-Wirtschaft immer noch zu brüchig sei und mit den Steuererhöhungen und Haushaltskürzungen der US-Regierung weitere Belastungen auf die größte Volkswirtschaft der Welt warten würden.

Allerdings zeigten sich die Anleger nicht über alle Ausführungen von Ben Bernanke erfreut. Während wir die Aktienmarktrallye zum größten Teil der Politik des billigen Geldes der Notenbanken zu verdanken hatten, wollten die Anleger am liebsten noch nichts von irgendwelchen Hintertürchen zum Ausstieg aus den Stützungsmaßnahmen hören. Doch Bernanke bekräftigte, dass die Notenbank bei einer entsprechend positiven Entwicklung der US-Wirtschaft, relativ schnell über ein Ende der Anleihekäufe entscheiden könnte. Zudem zeigten die jüngsten Sitzungsprotokolle der Fed, dass offenbar einige Mitglieder des Offenmarktausschusses, wachsende Risiken der Politik des billigen Geldes für die US-Wirtschaft sehen. Außerdem wird immer mehr die Wirksamkeit des Anleihekaufprogramms in Frage gestellt, da die anhaltende Flutung der Finanzmärkte mit Liquidität lediglich zu einer eher moderaten Erholung der US-Wirtschaft geführt hat.

Sollten sich die US-Währungshüter im weiteren Jahresverlauf dazu entschließen, eine etwas restriktivere Geldpolitik zu fahren, könnte dies ein Ende der Rallye an den Aktienmärkten bedeuten. Damit die Kurse trotzdem weiter ansteigen, müssten die Anleger in starken Unternehmensgewinnen oder einer deutlichen Konjunkturerholung neue positive Impulse suchen. Allerdings hat die zu Ende gehende Quartalsberichtsaison gezeigt, dass sich die Unternehmen in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld schwer tun, Umsatzzuwächse zu generieren. Die teilweise positive Entwicklung bei den Unternehmensgewinnen hatten die Firmen zuletzt eher Kosteneinsparungen zu verdanken.

Gleichzeitig scheint auch die weltweite Konjunktur nicht gerade als ein großer Kurstreiber herhalten zu können. Während die Eurozone weiterhin in einer Rezession steckt, blieben die BIP-Wachstumszahlen für das erste Quartal sowohl in China als auch in den USA unter den Markterwartungen. Zudem signalisierte der von der britischen Bank HSBC ermittelte Einkaufmanagerindex für China im Mai ein schwächeres Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Der Index fiel im Monatsvergleich um 0,8 Punkte auf 49,6 Zähler. Damit rutschte er erstmals seit sieben Monaten unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse beim DAX erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE8VF4) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,40, die Knock-Out-Schwelle bei 6.100 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer eher short orientiert ist und auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX4PAL, aktueller Hebel 3,60; Knock-Out-Schwelle bei 10.630 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.

Stand: 28.05.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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