Ausblick DAX: Wie gewonnen, so zerronnen

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Nach dem furiosen Wochenauftakt gestern, drehen die Börsianer heute wieder ein kleineres Rad. Nachdem der DAX gestern mit Schwung die 5.400er Marke überwunden hatte und schon in manch einem die Phantasie von der 6.000er Marke hochkam, kehrt die Vorsicht zurück. Zuviel Optimismus ist eben doch fehl am Platze. Und manch einer kann einfach nicht (länger) glauben, was er auf dem DAX-Chart sieht. Aber ich fürchte das Innehalten wird nicht lange anhalten. Denn bei Rücksetzern gibts ja auch wieder Einstiegschancen und es sind noch genügend Anleger(gelder) da draussen, die noch mit auf die Party wollen…

Aber kommen wir – zumindest kurz – auf die heutigen Quartalszahlen. Im Finanzsektor konnte heute die Münchener Rück überzeugen. Der Gewinnanstieg fiel über den Erwartungen aus. Besonders getrieben durch ein gutes Kapitalergebnis bedingt durch die jüngesten Kursanstiege. Das Erstversicherungsgeschäft hat sich anscheinend auch ganz wacker geschlagen. Im Rückversicherungsgeschäft musste man in diesem Jahr noch mit wenigen Großereignissen zurecht kommen. Auch die Hurrikan-Saison scheint bislang harmlos zu verlaufen. Denn verliert der Titel dem allgemeinen Trend folgend leicht.

Daneben konnte heute auch BMW überraschen und einen Gewinn ausweisen. Zwar unterhalb des Vorjahres, aber angesichts von Milliardenverlusten von Wettbewerbern durchaus positiv zu werten. Interessant besonders die Aussagen von Konzernchef Norbert Reithofer zur konjunkturellen Lage: „Trotz erster positiver Signale ist eine durchgreifende und dauerhafte konjunkturelle Erholung derzeit noch nicht abzusehen.“ Das ist deutlich, oder? Auch bei BMW geht der Kurs derzeit leicht nach unten.

Nach kurz ein Wort zu den USA. Hier sorgten gestern die Absatzzahlen der Automobilindustrie für Gesprächsstoff. Die Abwrackprämie „Cash for Clunkers“ sorgt hier für eine Sonderkonjunktur bei Ford. Der letzte, noch nicht verstaatlichte US-Autobauer konnten den Absatz im Juli um 2,3 Prozent steigern. Die Wettbewerber GM und Chrysler dagegen profitierten nur wenig von dem Konjunkturprogramm. Auch die deutschen Premium-Hersteller haben (noch) keine Freude am US-Markt.


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