Ausblick DAX: Eine neue Woche, ein neuer Anlauf auf die 6.000er Marke

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Nachdem der DAX in der vergangenen Woche eine der besten (Wochen-)Peformances der letzten Jahre gezeigt hat, machen sich viele Anleger Hoffnung auf ein anhaltende Erholung. Dabei wird auch immer wieder die 6.000er Marke als realistische Marke genannt. Wobei die Hoffnung noch durch etwas anderes überlagert wird: Die Angst die nächste Börsenerholung zu verpassen. Und dabei ist dies noch nicht einmal durch irgendwelche Zahlen untermauerbar – ganz im Gegenteil. Dazu passen auch die Aussagen des früheren Fed-Chef Alan Greenspan vom Wochenende, der noch längt kein Ende der Krise sieht und vor einer zweiten Talfahrt des Immobilienmarktes warnt. Dabei rechnet er zwar nicht mit einem starken Rückgang, sieht allerdings beim jetztigen Niveau der Immobilienpreise nur eine vorübergehende Stabilisierung.

Die wirklich wichtigen Meldungen kommen in diesen Tagen aber von den Unternehmen selbst. Heute bspw. von Metro. Der Einzelhandelskonzern musste auf ein durchwachsenes zweites Quartal zurückblicken und hat dabei die Erwartungen verfehlt. Der Kurs dürfte in der Folge wenig profitieren.

Auch der Industriegasespezialist Linde meldete heute durch die Wirtschaftskrise belastete Zahlen. Umsatz und Gewinn gingen nach den Rekordwerten im letzten Jahr zurück. Laut Konzernchef Reitzle werde man die Rekordwerte des Vorjahres daher auch in diesem Jahr nicht erneut erreichen. Allerdings soll das zweite Halbjahr wieder besser als das erste laufen. Eine nennenswerte (Wirtschafts-)Erholung sieht in meinen Augen anders aus. Dennoch geht es bei der Linde-Aktie erstmal nach oben.

Wie man sieht, darf man sich von vermeintlich guten Nachrichten nicht einlullen lassen. Auch die Kursanstiege der vergangenen Woche sind nichts als ein loderndes Strohfeuer, wobei der Vorrat an brennbaren Materialien mehr und mehr zusammenschrumpft. Die Urlaubszeit und die vielen Sonnenstunden scheinen manchem Anleger hin und wieder die Hirntätigkeit zu erschweren. Aber in sechs Wochen ist die Ferienzeit vorbei und der vermutlich heiße Herbst beginnt. Und für die Börse heißt das dann wohl nichts gutes. Aber wir werden es sehen!


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