K+S: Unterschätzte Aktie mit Potenzial

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Bildquelle: Pressebild K+S

Angesichts eines sehr guten Jahresauftakts müsste man annehmen, dass beim Düngemittel- und Salzhersteller K+S (WKN KSAG88) alles in Butter sei. Allerdings konnte die Aktie des DAX-Konzerns bisher nicht von dem guten Geschäftsverlauf und den positiven Aussichten des Unternehmens für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus profitieren. Gerade deshalb könnte sich eine günstige Einstiegsgelegenheit bieten.

Allerdings zeigten sich die Analysten zuletzt über die weiteren Kursmöglichkeiten des K+S-Papiers uneins. Beim US-Analysehaus Bernstein Research bleibt die Einstufung vorerst bei „Underperform“. Das Kursziel für K+S wurde sogar von 27 auf 25 Euro gesenkt. Dabei führt Analyst Jeremy Redenius insbesondere die steigenden Kosten und Verzögerungen bei dem neuen Kaliwerk in Kanada an (Siehe Beitrag dazu). Zudem dürfte sich das Volumenwachstum bei Kalisalz im Jahresverlauf verlangsamen und die Preise dürften kurzfristig sinken, heißt es weiter.

Im Gegensatz dazu ist man bei der Investmentbank Equinet der Ansicht, dass K+S diese zusätzlichen Kosten stemmen kann und mittlerweile auch wesentlich transparenter gemacht hat. Daher wurde die Einstufung für die Aktie von K+S nach einer Investorenveranstaltung mit dem Finanzvorstand auf „Buy“ mit einem Kursziel von 47 Euro belassen. Der Kali- und Magnesiumabsatz des Salz- und Düngemittelherstellers könnte in diesem Jahr besser als erwartet ausfallen. Denn die gute Entwicklung des ersten Quartals habe auch im zweiten bisher angehalten. Der Konzern habe höhere Kosten des Kaliprojekts in Kanada nun auch viel besser kommuniziert. Wegen der starken Kalinachfrage und möglichen Preiserhöhungen in China könnte es vor der Zahlenvorlage zum zweiten Quartal zu einer Höherbewertung kommen, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Donnerstag.

Im ersten Quartal des Jahres konnte K+S ein starkes Salzgeschäft verbuchen. Dabei profitierte die Nachfrage unter anderem von einem langen Winter. Zudem zeigte sich der Kali-Absatz im Vergleich zum eher enttäuschend ausgefallenen Geschäftsjahr 2012 verbessert. Somit konnte K+S sowohl beim Umsatz als auch auf Ergebnisseite deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen. Daher wurde auch die Prognose für 2013 bestätigt, wonach Umsatz und Gewinn verbessert werden sollen. Gleichzeitig sieht sich K+S auch langfristig hervorragend aufgestellt. Dabei will das Unternehmen mit seinem Angebot an Düngemitteln insbesondere von der wachsenden Weltbevölkerung und der steigenden Nachfrage nach Fleischprodukten profitieren.

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Der Kurs bietet nach dem jüngsten Rückgang wieder Potenzial nach oben. Die Marke von 32 Euro hatte sich in den letzten Monaten immer wieder als fester Widerstand gezeigt. Langfristig interessant wird die Aktie aus Sicht der Charttechnik aber erst, wenn der Sprung über den GD200 gelungen ist. Fundamental sieht die Aktie weiterhin solide aus. Ein 2014er KGV von 11 sowie eine Dividendenrendite von 3,8 Prozent sind schließlich keineswegs überzogen.

Bildquelle: Pressebild K+S


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