S IMMO: Solide Zahlen, Kurspotenzial weiterhin begrenzt

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Bildquelle: Pressefoto S IMMO Fotoarchiv

Es ist ja immer so eine Sache mit den Immobilienaktien – egal ob deutsche Papiere oder aus dem Ausland. Man weiß als Aktionär nie so genau wie sich die großen Immobilienprojekte entwicklen und wie die Vermietungssituation weiter geht. Im Regelfall stehen die Unternehmen aber für stabile Erträge, was ja in diesen Zeiten auch schon ein Wert ist. Interessantes Beispiel dafür ist der österreichische Immobilientitel S IMMO (WKN 902388).

Die Wiener konnten im ersten Quartal 2013 ihre Gesamterlöse bei knapp 47 Mio. Euro stabil halten. Während die Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung (Vienna Marriott und Budapest Marriott) stiegen, reduzierten sich die Mieterlöse auf Grund der im Jahr 2012 getätigten Immobilienverkäufe. Unter dem Strich war diese Entwicklung aber durchaus positiv, denn das Bruttoergebnis stieg um 2,6 Prozent auf 27,4 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis EBIT verbesserte sich aufgrund gesunkener Kosten sogar um 7,1 Prozent auf 26,9 Mio. Euro. Am Ende blieb ein leicht gesteigerter Quartalsgewinn von 6,5 Mio. Euro bzw. 9 Cent je Aktie.

Doch beachtlich ist folgende Zahl: Die für Immotitel wichtige Kennzahl Funds From Operations (FFO) ist gegenüber dem ersten Quartal 2012 um beachtliche 42,6 Prozent auf 8,4 Mio. Euro gestiegen. In der Folge stiegen nicht nur die Cash-flows sondern auch die Buchwerte an. Der Net-Asset-Value NAV erhöhte sich im Lauf der letzten drei Monate von 7,17 Euro per 31.12.2012 auf 7,37 Euro per 31.03.2013. Der bereinigte EPRA-NAV stieg ebenfalls deutlich an: von 9,18 Euro auf 9,34 Euro. Während vor der Finanzkrise deutlich zweistellige Aufschläge auf den NAV bzw. sogar den EPRA-NAV gezahlt wurden, müssen Immobilien-Aktien nun deutliche Abschläge zu den Buchwerten verzeichnen – die Größenordnung geht bei den großen österreichischen Immobilientiteln aus dem ATX bis auf -50 Prozent. Womit die Aktie also im Branchenschnitt derzeit fair bewertet erscheint.

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Charttechnisch ist die Kursnotierung über dem steigenden GD200 positiv zu werten. Ein Kaufsignal würde aber wohl erst generiert, wenn der GD100 wieder den GD200 nach oben durchkreuzt. Abseits der Branchenbewertung sieht die Aktie fundamental mit einem 2014er KGV von 13 ebenfalls nicht gerade günstig aus. Allerdings will S IMMO ja wie zuletzt bereits geschehen, auch in den kommenden Jahren einen Teil seiner Immobilien (~5 Prozent) veräußern, wodurch auch unerwartet hohe Erlöse möglich sind. Schließlich ist S IMMO auch in Boomstädten aktiv, wo teils überraschend hohe Preise gezahlt werden. Aber entsprechende Effekte sind derzeit nicht seriös einzuschätzen, von daher ist das Kurspotenzial von S IMMO weiterhin begrenzt.

Bildquelle: Pressefoto S IMMO Fotoarchiv


3 KOMMENTARE

  1. […] Bei Facebook (WKN A1JWVX) jährte sich vergangene Woche der Börsengang. Es war am 18. Mai 2012 um kurz nach halb Vier deutscher Zeit, als aus dem größten Börsengang der jüngeren Geschichte der Faceflop wurde. Der Kurs ging nach einem ersten Kurs von 42 Dollar recht schnell in die Knie und fiel auf den Ausgabepreis von 38 Dollar zurück. In den Folgetagen ging die Fahrt nach unten weiter und der Kurs erholte sich seither auch nicht mehr auf dieses Anfangsniveau. Ein Grund mal genauer hinzusehen und zu klären, ob es sich ein Jahr nach dem Börsengang endlich lohnt einzusteigen. Derweil gab es vergangene Woche auch interessante Quartalszahlen. Der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) (WKN 851301) hatte auch im zweiten Geschäftsquartal (Februar-April) mit den wegbrechenden PC-Verkäufen zu kämpfen. Den Kaliforniern macht die mobile Revolution immer mehr zu schaffen, im Zuge derer Smartphones und Tablet-PCs die traditionellen Computer verdrängen. Somit musste HP nun schon den insgesamt fünften Umsatzrückgang in einem Quartal hintereinander ausweisen. Gleichzeitig musste das Unternehmen einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchen. Trotzdem konnte die Aktie nachbörslich in New York deutlich zulegen, da die Analystenzunft sogar mit weit schlimmeren Ergebnissen gerechnet hatte. Zudem fiel der Ausblick auf das laufende Quartal etwas besser als erwartet aus. Mehr dazu im Beitrag Hewlett-Packard: Günstiger Blue Chip mit überraschenden Zahlen Nach dem Rekordjahr 2012 fiel der Jahresauftakt 2013 für den österreichischen Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) (WKN 907391) etwas ernüchternder aus. Aufgrund der Investitionszurückhaltung bei den großen Ölbohrfirmen musste das Unternehmen im ersten Quartal sowohl beim Umsatz als auch auf der Ergebnisseite Rückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen. Zudem blieben die Kennzahlen unter den Markterwartungen. Trotzdem bleibt man auf Unternehmensseite für den weiteren Geschäftsverlauf im Jahr 2013 optimistisch. Immobilienaktien sind ja immer so eine Sache – egal ob deutsche Papiere oder aus dem Ausland. Man weiß als Aktionär nie so genau wie sich die großen Immobilienprojekte entwicklen und wie die Vermietungssituation weiter geht. Im Regelfall stehen die Unternehmen aber für stabile Erträge, was ja in diesen Zeiten auch schon ein Wert ist. Interessantes Beispiel dafür ist der österreichische Immobilientitel S IMMO (WKN 902388). Mehr dazu hier. […]

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