Schoeller-Bleckmann (SBO): Erholt sich die Auftragslage?

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Bildquelle: Pressefoto Schoeller-Bleckmann

Nach dem Rekordjahr 2012 fiel der Jahresauftakt 2013 für den österreichischen Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) (WKN 907391) etwas ernüchternder aus. Aufgrund der Investitionszurückhaltung bei den großen Ölbohrfirmen musste das Unternehmen im ersten Quartal sowohl beim Umsatz als auch auf der Ergebnisseite Rückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen. Zudem blieben die Kennzahlen unter den Markterwartungen. Trotzdem bleibt man auf Unternehmensseite für den weiteren Geschäftsverlauf im Jahr 2013 optimistisch.

Zwischen Januar und März lagen die Umsatzerlöse bei 115,8 Mio. Euro und damit um 4,0 Prozent unter dem entsprechenden Wert aus dem Vorjahreszeitraum. Beim operativen Ergebnis (EBIT) ging es sogar um 17,6 Prozent auf 23,2 Mio. Euro nach unten. Unter dem Strich blieben im ersten Quartal 14,2 Mio. Euro übrig, gegenüber 17,8 Mio. Euro im ersten Quartal 2012.

Trotz des schwächer als erwartet ausgefallenen Jahresauftakts sah man bei SBO keinen Anlass, die Erwartungen für das gesamte laufende Jahr nach unten zu schrauben. „Unser Marktumfeld ist angesichts des kontinuierlichen Wachstums der Öl- und Gasnachfrage bei einem anhaltend hohen Ölpreis intakt“, sagte SBO-Vorstandschef Gerald Grohmann bei der Vorstellung des Zahlenwerks.

SBO beliefert große Ölbohrfirmen wie Halliburton (WKN 853986) oder Schlumberger (WKN 853390) mit Bohrsträngen oder Bohrmotoren. Diese Unternehmen haben laut Grohmann den Markt im ersten Halbjahr 2012 zu optimistisch eingeschätzt, was letztlich zu Überbestellungen geführt hatte. Aus diesem Grund mussten sie ihre Investitionsausgaben nun senken. Für SBO bedeutete dies im ersten Quartal einen deutlichen Rückgang beim Auftragseingang auf 93,3 Mio. Euro, nachdem dieser Wert im Vorjahreszeitraum mit 129,2 Mio. Euro ungewöhnlich hoch lag. Bei SBO rechnet man für die kommenden Monate nun mit einem sukzessiven Lagerabbau bei den Kunden von Hochpräzisionskomponenten. Damit sollte bei anhaltender Bohrtätigkeit laut Unternehmenseinschätzung ein Anstieg der Neubestellungen verbunden sein.

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Charttechnisch gibt es bei SBO keinen Grund zu jubeln. Die Aktie tendierte die letzten Wochen um die 75 Euro und notiert damit nun rund um GD100 und GD200. Die Indikatoren deuten von daher zunächst wenig Bewegung an. Diese könnte erst durch neue Nachrichten ausgelöst werden. Sollte sich die Auftragslage wirklich wie angekündigt verbessern, hat die Aktie die Chance rasch wieder in Richtung Jahreshoch und damit deutlich auf 85/90 Euro zu klettern. Sollte sich aber die verbesserte Auftragslage – etwa durch einen weiter rückläufigen Ölpreis – nicht einstellen, muss mit Kursrückschlägen auf 70 Euro gerechnet werden.

Bildquelle: Pressefoto Schoeller-Bleckmann


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