Hewlett-Packard: Günstiger Blue Chip mit überraschenden Zahlen

1
Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) (WKN 851301) hatte auch im zweiten Geschäftsquartal (Februar-April) mit den wegbrechenden PC-Verkäufen zu kämpfen. Den Kaliforniern macht die mobile Revolution immer mehr zu schaffen, im Zuge derer Smartphones und Tablet-PCs die traditionellen Computer verdrängen. Somit musste HP nun schon den insgesamt fünften Umsatzrückgang in einem Quartal hintereinander ausweisen. Gleichzeitig musste das Unternehmen einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchen. Trotzdem konnte die Aktie nachbörslich in New York deutlich zulegen, da die Analystenzunft sogar mit weit schlimmeren Ergebnissen gerechnet hatte. Zudem fiel der Ausblick auf das laufende Quartal etwas besser als erwartet aus.

Im zweiten Quartal fielen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 27,6 Mrd. US-Dollar. Am Markt wurde ein Umsatz von 28,1 Mrd. US-Dollar erwartet. Der Nettogewinn schrumpfte sogar um satte 32 Prozent auf 1,1 Mrd. US-Dollar. Beim bereinigten EPS ging es dagegen lediglich um 11 Prozent auf 87 Cents nach unten. Damit lag das Unternehmen über den Markterwartungen von 81 Cents.

Für das laufende dritte Quartal (Mai-Juli) geht man bei HP von einem bereinigten EPS von 84 bis 87 Cents aus. Die durchschnittlichen Markterwartungen bewegen sich dagegen mit 84 Cents lediglich am unteren Ende dieser Skala. Auch auf das gesamte laufende Geschäftsjahr ist man auf Unternehmensseite etwas optimistischer als die Wall Street. Während die Analysten im Schnitt mit einem EPS in Höhe von 3,49 US-Dollar rechnen, geht man bei HP von einem Wert zwischen 3,50 und 3,60 US-Dollar aus.

CH_851301_20130523

Charttechnisch sieht die Aktie ganz interessant aus. Zwar hat der Titel seit dem Tief im vergangenen November mehr als 80 Prozent zugelegt, aber es ist auch noch Luft nach oben. Zudem hat die Aktie mit dem nachbörslichen Kurssprung wieder das bisherige Jahreshoch von rund 24 Dollar erreicht. Seitens der Chart-Indikatoren stehen die Zeichen auf grün. Fundamental ist die Aktie mit einem 2013er KGV von rund 7 günstig bewertet. Trotz aller Probleme im weltweiten PC-Geschäft sorgt HP mit seinen Druckern weiterhin für einen ordentlichen Cash-flow. Eine Quartalsdividende von 14,52 Cents je Aktie steht zudem auf der Habenseite. Alles in allem Gründe diesen US-Blue Chip sich mal näher anzuschauen.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here