Im Fokus Gold: Talfahrt gestoppt?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Während die wichtigsten Aktienindizes fast täglich neue Rekordstände verbuchen, scheinen sich die Anleger immer mehr von dem „Kriseninvestment“ Gold abzuwenden. So lange Investoren versuchen auf den fahrenden Zug aufzuspringen, um von den steigenden Aktienkursen zu profitieren, dürfte dieser Trend beim glänzenden Edelmetall wohl noch eine Weile anhalten. Trotzdem sollte man Gold auch nicht zu früh abschreiben, da es angesichts der anhaltenden Verunsicherung an den Finanzmärkten seinen Status als ein „sicherer Hafen“ zurückerobern könnte.

Angesichts der Rekordjagd an den Aktienmärkten reibt sich so manch Anleger verwundert die Augen. Denn die Rekordkurse scheinen derzeit nur bedingt durch fundamentale makroökonomische oder starke Geschäftsergebnisse der Unternehmen erklärbar zu sein. Vielmehr wird die aktuelle Rallye durch Politik des billigen Geldes der Notenbanken beflügelt. Spätestens wenn man bei der US-Notenbank Federal Reserve anfangen sollte, darüber nachzudenken, die Anleihekäufe zurückzufahren oder gar den Leitzins anzuheben, könnte uns eine Korrektur an den Aktienmärkten erwarten. Sollte die Nervosität an den Börsen wieder zunehmen und die Aktienkurse purzeln, könnte dies zu einer gesteigerten Goldnachfrage führen – nicht wenige Marktteilnehmer, die von einem niedrigeren Goldpreis profitieren wollen, könnten wieder einsteigen und damit den Kurs für das gelbe Edelmetall stützen.

Auf der anderen Seite würde ein Ende der Politik des billigen Geldes seitens der Fed aller Voraussicht nach zu einer weiteren Aufwertung des US-Dollar führen. Gerade die Stärke der US-Währung war zu einem großen Teil für die Goldpreisschwäche im bisherigen Jahresverlauf verantwortlich. Dabei konnte der Dollar im Vergleich zu den wichtigsten Vergleichswährungen teilweise deutlich aufwerten. Da Gold hauptsächlich in der US-Währung gehandelt wird, verteuert ein stärkerer US-Dollar die Anschaffung des gelben Edelmetalls, was sich wiederum negativ auf die Nachfrage nach Gold auswirkt.

Neben dem starken US-Dollar hatten zuletzt aber auch die verstärkten Mittelabflüsse aus mit Gold gedeckten, börsennotierten Indexfonds (ETFs), zu einem Preisverfall bei dem Edelmetall geführt. Laut Daten des World Gold Council wurden die ETF-Bestände im ersten Quartal des Jahres um 177 Tonnen reduziert. Wie der Branchenverband der Goldminenindustrie weiter mitteilte, fiel die gesamte Investmentnachfrage nach Gold im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 49 Prozent. Die Verkaufsstimmung wurde zusätzlich dadurch angeheizt, dass große institutionelle Anleger wie Soros Fund Management Anteile am Gold-ETF SPDR Gold Shares verkauften. Die gesamte Goldnachfrage fiel zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent.

Allerdings weist der Bericht auch aus, dass insbesondre die Notenbanken aus den Schwellenländern als Netto-Goldkäufer auftraten. Dabei könnte der günstige Goldpreis die Notenbanken in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen zu weiteren Goldkäufen bewegen, da sie nun schon seit geraumer Zeit versuchen, ihre Goldreserven aufzustocken, um sich gegen eine Abwertung der Leitwährungen abzusichern. Gleichzeitig dürfte man in Indien, dem traditionell wichtigsten Goldmarkt, die günstigen Preise nutzen, um sich mit Gold einzudecken. Damit könnte die indische Goldnachfrage als ein weiterer möglicher Faktor zur Stabilisierung des Goldpreises dienen.

Spekulative Anleger, die auf einen steigenden Goldpreis setzen möchten, erhalten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX14XF; Hebel 3,33; Knock-Out-Schwelle bei 999,55 US-Dollar) die Gelegenheit dazu. Spekulative Anleger, die jedoch einen fallenden Goldpreis erwarten, könnten mit dem Wave-XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX12SY; Hebel 3,15; Knock-Out-Schwelle bei 1.771,85 US-Dollar) auf ein solches Szenario setzen.

Stand: 21.05.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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