CANCOM: Aufwärtstrend intakt, Übernahmefantasie übertrieben

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Bildquelle: Pressefoto Cancom

Beim IT-Dienstleister CANCOM (WKN 541910) stand heute der Drei-Monatsbericht 2013 zur Veröffentlichung an. Zudem ist die Aktie nun seit rund elf Monaten im Technologieindex TecDAX enthalten. Ein Grund die Aktie wieder einmal näher zu betrachten.

Wie bereits gemeldet, ging der Quartalsumsatz um 4,2 Prozent auf 135,1 Mio. Euro zurück, was aufgrund eines positiven Vorjahreseffekts aber kein Problem darstellt. Das Konzern-EBIT reduzierte sich um 9,4 Prozent auf 4,8 Mio. Euro. Grund hierfür sind gestiegene Abschreibungen aufgrund der getätigten Investitionen, insbesondere in das CANCOM Cloud Rechenzentrum in München sowie die Verbesserung der ERP Systeme und der eSupplyChain – ebenfalls als positiv zu bewertende Aspekte. Unter dem Strich steigerte CANCOM den Gewinn aus fortzuführenden Bereichen um 14,3 Prozent von 2,8 Mio. Euro bzw. von 0,26 auf 0,28 Euro je Aktie. Damit ist eine gute Basis gelegt, um das von Analysten erwartete Jahres-EPS von 1,24 Euro zu erreichen.

Interessant ist auch die jüngste Veränderung in der Aktionärsstruktur von CANCOM. Seit rund drei Wochen ist Karin Schick über ihre Schick GmbH mit 10,15 Prozent an CANCOM beteiligt. Die Familie Schick ist dabei kein Unbekannter in der Branche. Karins Vater Gerhard Schick ist Gründer des größeren Wettbewerbers Bechtle (WKN 515870) und Karin Schick selbst ist mit 35,02 Prozent größter Bechtle-Aktionär. Dennoch sollte man hier nicht sofort von einer möglichen Fusion der beiden sprechen – dazu hat Schick nicht die finanziellen Möglichkeiten. Man sollte das Investment eher als strategische Maßnahme betrachten, um eine mögliche Übernahme von CANCOM durch einen Dritten zu erschweren oder zu verhindern.

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Wie man am Chart schön sieht, hat vor allem die dennoch vorhandene Übernahmefantasie den Kurs in den letzten Wochen überproportional nach vorne getrieben. Hinzu kamen die guten Quartalszahlen. Der Aufwärtstrend ist also klar intakt. Fundamental ist die Aktie mit einem 2014er KGV von 10,4 und einer aktuellen Dividendenrendite von 2,6 Prozent keineswegs überteuert. Die großen Zukunftschancen in Sachen Cloud-Technologie dürfte der Aktie auch weiterhin ein großes Interesse seitens der Anleger bescheren.

Bildquelle: Pressefoto CANCOM


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