Point&Figure Commerzbank: Das muss blinde Liebe sein, wenn man hier investiert

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Bildquelle: Pressefoto Commerzbank AG

Und das Leben könnte so schön sein….der DAX stürmt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Aber nicht jede DAX-Aktie entwickelt sich aktuell positiv.

Wie Sie ja wissen, bin ich ein Verfechter der Beachtung der Relativen Stärke bei der Einzelwerteauswahl.

Stärke kaufen

Das bedeutet in der Praxis, dass nur Aktien den Weg in meine Depots finden, die deutlich stärker als der Index tendieren, in dem sie notieren.

Die Regel hier lautet: Wer stark ist, wird mit hoher Sicherheit auch stark bleiben und sich besser als der Durchschnitt der anderen Aktien entwickeln.

Viele Investoren haben aber ein Faible für Schwäche

In der breiten Öffentlichkeit ist jedoch die Tendenz vorhanden, sich besonders für Aktien zu interessieren, die seit geraumer Zeit extrem schwach laufen. Hier steht die Idee im Vordergrund, dass stark gefallene Aktien per se schon eine Kaufchance darstellen.

Dass das auch furchtbar nach “hinten losgehen” kann, dafür ist die Aktie der Commerzbank ein klares Beispiel.

Kapitalerhöhung unter schlechten Vorzeichen

Dass nun auch noch neue Aktien zu 4,50 Euro und damit zu einem deutlich niedrigeren Kurs als erwartet ausgegeben werden, dürfte diesen Wert weiter belasten.

Point&Figure Commerzbank: Verkaufssignal weiter intakt, rechnerisches Kursziel bei 7,40 Euro

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point&Figure Commerzbank: Verkaufssignal und deutlich schwächer als der DAX

Bereits der erste Blick auf den Point&Figure der Commerzbank-Aktie dürfte potenzielle Investoren weiter abschrecken.

In der Bulls-Eye-Broker-Einstellung mit aktuell 20 Euro-Cent pro Kästchen befindet sich der Wert in einem Point&Figure-Verkaufssignal mit dem mittlerweile aktivierten und bestätigten Kursziel von 7,40 Euro.

Erst ein Anstieg über 11,40 und damit der Sprung über die Baisse-Resistance mit gleichzeitiger Ausprägung eines Kaufsignals würde dieses Ziel hinfällig werden lassen.

Als weiteres starkes bearishes Argument muss das heutige neue Allzeittief von unter 9,70 Euro angeführt werden.

Über die Relative Stärke zum DAX gibt es wenig zu sagen. Diese ist einfach nicht vorhanden und die Commerzbank-Aktie befindet sich gegenüber dem deutschen Leitindex stetig auf dem absteigenden Ast.

Mein Fazit:

Wer nun long in der Commerzbank-Aktie investiert, hat entweder mir nicht zugängliche Informationen, oder er hat sich in diesen Wert “verliebt”. Und Liebe mag ja bisweilen blind machen. Ich persönlich werde erst einmal den Ausgang der Kapitalerhöhung abwarten.

Dann würde ich gerne wachsende Stärke zum DAX sehen.

Und dann noch ein Kaufsignal im Point&Figure-Chart.

Sie merken schon, das kann dauern…..bis ich die Commerzbank-Aktie weniger kritisch sehe.

Ihr Jörg Mahnert

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Bildquelle: Pressefoto Commerzbank AG


4 KOMMENTARE

  1. […] Der DAX machte vergangene Woche mal wieder mit neuen Rekorden von sich Reden. Man kann dazu stehen wie man will – er dominiert damit die Stimmungslage vieler Anleger. Und über die Bedeutung von Performance- und Kursindizes hatte ich ja im letzten Wochenrückblick schon geschrieben. Geht man nach dem Interesse der Mehrzahl der Anleger, war die Commerzbank-Aktie (WKN CBK100) mal wieder das meist gesuchte und interessantes Papier – eigentlich wenig verständlich, angesichts der Mär von der attraktiven Coba. Durch die Kapitalerhöhung hat sich der Aktienkurs wieder einmal nach unten bewegt. (Alt-)Aktionäre blicken erneut auf ein verwässertes Desaster in ihrem Depot. Für einen Neueinstieg ist es indes ebenfalls zu früh – keiner weiß, ob das Geld diesmal reicht oder was in drei Monaten passiert. Die Sanierung ist nach wie vor in vollem Gang – Ausgang offen. Und welche Auswirkungen die nun vom Bundestag beschlossene Trennung von Investment- und Geschäftskundengeschäft bedeutet, ist ebenfalls noch nicht abzusehen. Und selbst aus charttechnischer Sicht kann man nur sagen: Das muss blinde Liebe sein, wenn man hier investiert. […]

  2. […] Charttechnisch sieht es eher düster aus. Ein Spielball der Kurzfristzocker eben. Aber vielleicht stabilisiert sich die Aktie ja nun, nachdem die Kapitalerhöhung bzw. der Bezugsrechtshandel neue Zocker angezogen hatte. Bei fast zweistelligen Kursen dürfte es vielen Tradern dann doch wieder zu teuer sein mit der Coba-Aktie zu zocken. Es dürfte sich daher einiges in Richtung Derivate verschieben. Doch für solide Langfristanleger ist die Aktie weiterhin hochspekulativ und wohl eher nichts. Es heißt abwarten, bis bspw. eine wachsende Stärke zum DAX zu sehen ist – siehe Chart oben. Dann lohnt sich vielleicht wieder ein Blick auf die Coba. Bis dahin gilt: Commerzbank: Das muss blinde Liebe sein, wenn man hier investiert […]

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