Immofinanz: Unter Wert gehandelt

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Immofinanz ist als Immobilieninvestor und -entwickler tätig und zählt zu den führenden börsenotierten Immobiliengesellschaften in Europa. Der Konzern ist seit über 20 Jahren im Immobilienbereich tätig und konzentriert sich auf Top-Immobilien in den vier Assetklassen Einzelhandel, Büro, Logistik und Wohnen in acht Kernländern. Mit Engagements in den Bereichen Residential und Commercial in West- und Osteuropa sorgt die Gesellschaft für eine ausgewogene Risikostreuung.

Vor wenigen Tagen, genauer gesagt am 30. April, ist bei Immofinanz die Geschäftsperiode 2012/13 zu Ende gegangen. Bis zur Vorlage des Geschäftsberichts müssen sich Anleger jedoch noch ein wenig gedulden. Denn die Veröffentlichung ist erst für den 20. August geplant. Doch sicherlich wird das Management bei den anstehenden Investorenkonferenzen schon erste Tendenzen durchblicken lassen: Am 15. Mai präsentiert sich der Immobilienkonzern auf der German Swiss and Austrian Conference (GSAC) der Deutschen Bank. Am 22. Mai geht das Management mit der Erste Group Bank auf Roadshow in Prag. Am 29. Mai folgt das European Property Seminar von Kempen & Co in Amsterdam, ehe Immofinanz am 4. Juni den hauseigenen Capital Markets Day veranstalten wird.

In den ersten drei Quartalen prägten rückläufige Gewinne das Bild bei der Gesellschaft: Per Ende Januar ist das um Wechselkurseffekte und Derivate bereinigte Konzernergebnis um 40,6 Prozent auf 162,1 Mio. Euro gesunken. Dieser Rückgang ist aber vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr reduzierte Neubewertung des Immobilienvermögens zurückzuführen gewesen. Positiv ist, dass die Mieterlöse gegenüber dem Vorjahr um 12,7 Prozent auf 492,9 Mio. Euro gestiegen sind. Mit rund 3,20 Euro notiert die Aktie weiterhin deutlich unter dem Nettovermögenswert (NAV), der per Ende Januar mit 5,62 Euro angegeben wurde.

An der Börse macht sich zunehmend die Hoffnung auf bessere Nachrichten breit. Zumindest hat sich durch den jüngsten Anstieg die charttechnische Verfassung der Aktie deutlich verbessert. Die Korrektur der Immofinanz-Aktie endete exakt am 200-Tage-Durchschnitt. Wenn der Titel die 90-Tage-Linie knackt, ist der Weg nach oben frei.

Mit einem Mini Future Bull-Zertifikat (ISIN DE000HV73RR1) von UniCredit onemarkets können Anleger darauf setzen, dass die Immofinanz-Aktie ihren Abschlag zum NAV aufholen wird. Das Papier hebelt Kursgewinne des Basiswerts mit dem Faktor 2,7. Der Abstand zur Knock-Out-Barriere von 2,54 Euro beträgt aktuell rund 20,3 Prozent. So tief notierte der Titel zuletzt Anfang September vergangenen Jahres. Wer nicht an eine Fortsetzung der Rallye glaubt, kann mit einem Mini Future Bear-Zertifikat (ISIN DE000HV75BL3) auf fallende Notierungen der Immofinanz-Aktie wetten. Das Papier setzt Kursverluste des Basiswerts mit einem Hebel von 4,31 in Gewinne um. Doch Vorsicht: Der K.o.-Level liegt aktuell nicht einmal acht Prozent über dem aktuellen Aktienkurs. Sollte die Immofinanz-Aktie die Schwelle reißen, wird das Mini Future Bear Zertifikat zum Restwert zurückgezahlt.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

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1 KOMMENTAR

  1. Die Immofinanz hat mittel- und langfrisitg sicherlich Potential, da der Abschlag zum NAV einfach zu groß ist. Werden internationale Investoren wieder auf Österreich und Osteuropa aufmerksam, wird die Immofinanz sicherlich stark profitieren.
    Seit einigen Tagen ist das Unternehmen auch an der Warschauer Börse gelistet und veranstaltet ebenfalls immer wieder Privatanleger-Roadshows wie zuletzt Anfang Mai:
    http://www.diekleinanleger.com/immofinanz-privantanleger-roadshow-die-themen-nav-abschlag-dividende-buwog-qa-mit-dr-zehenter/

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