Bleibt Amazon dem Wachstumskurs treu?

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Bildquelle: Pressefoto Amazon.de

Mit den Ergebnissen zum ersten Geschäftsquartal zeigte sich erneut, dass der weltgrößte Online-Händler Amazon seinen Expansionskurs vorantreibt und die Verbesserung der Ergebnissituation auf absehbare Zeit lediglich eine geringe Rolle zu spielen scheint.

Der anhaltende Ausbau des Netzes von Verteilerzentren, mit Hilfe dessen die Waren noch schneller und günstiger zu den Kunden gebracht werden sollen, machte sich erneut in einem Umsatzwachstum bemerkbar, während der Gewinn im Vergleich zum ersten Quartal 2012 schrumpfte. Dabei zeigte sich am Aufstiegskurs der Amazon-Aktie der vergangenen Jahre, dass man auf Anlegerseite offensichtlich bislang nicht so streng auf die Gewinne schaute, so lange das Konzernwachstum anhielt. Dabei enttäuschte Amazon die Analystenerwartungen sowohl mit den Umsatzergebnissen für das erste Quartal als auch mit dem Ausblick für das laufende zweite Quartal. Das Unternehmen blieb bei der Umsatzprognose vorsichtig, da es sich im ersten Quartal gezeigt hatte, dass der Internethändler, insbesondere außerhalb der USA, nicht vor der weltweiten Konjunkturschwäche gefeit ist. Gleichzeitig implizieren die Ergebnisse zum Jahresstart, dass sich die Situation auf der Ergebnisseite für Amazon möglicherweise langsam zum Guten wenden und das Unternehmen höhere Margen erzielen könnte.

Zwischen Januar und März 2013 erzielte Amazon Umsatzerlöse von 16,07 Mrd. US-Dollar. Dies waren 22 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Allerdings blieb der Konzern damit unter den durchschnittlichen Markterwartungen, die sich laut Reuters-Befragung bei 16,16 Mrd. US-Dollar bewegt hatten. Zudem hatten die Analysten ihre Erwartungen vor der Bekanntgabe der Zahlen deutlich gesenkt. Vor drei Monaten lagen die Prognosen im Schnitt noch bei 16,86 Mrd. US-Dollar. Auch die Umsatzprognose für das zweite Geschäftsquartal sorgte für einige Enttäuschungen, die sich in der jüngsten Schwäche des Aktienkurses bemerkbar machten. Für das zweite Quartal erwartet Amazon eigenen Angaben zufolge Umsatzerlöse zwischen 14,5 und 16,2 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 13 bis 26 Prozent entsprechen würde. Am Markt wird im Schnitt mit einem Wert von 15,94 Mrd. US-Dollar gerechnet.

Während die Umsätze bei Amazon zuletzt ein wenig enttäuschend ausfielen, könnte das Unternehmen möglicherweise den Anfang einer Entwicklung erlebt haben, bei der die hohen Umsätze endlich zu mehr Profitabilität führen würden. Die Bruttomarge konnte im ersten Quartal von 24,0 Prozent im Vorjahr auf 26,6 Prozent gesteigert werden und lag damit sogar über den Analystenschätzungen. Dagegen musste Amazon einmal mehr einen Rückgang beim Nettogewinn hinnehmen. Dieser fiel im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent auf 82 Mio. US-Dollar bzw. 18 Cents je Aktie. Damit konnte Amazon zwar die Analystenerwartungen von 9 Cents je Aktie übertreffen, allerdings wurden diese in den vergangenen drei Monaten deutlich nach unten gefahren. Zum Zeitpunkt, als Amazon die Ergebnisse für das vierte Quartal 2012 bekannt gegeben hatte, lagen die Erwartungen im Schnitt bei 34 Cents je Aktie.

Während es bei den Ergebnisse zum ersten Quartal Licht und Schatten gab, scheint eines Gewiss zu sein: Amazon will auch weiterhin investieren und verstärkt auf Wachstum setzen, was das Ergebnis auch in Zukunft belasten dürfte. Im zweiten Quartal soll laut Unternehmensprognose operativ ein Wert zwischen minus 340 Mio. US-Dollar und plus 10 Mio. US-Dollar zu Buche stehen, gegenüber 107 Mio. US-Dollar Im Vorjahr und 181 Mio. US-Dollar im ersten Quartal 2013.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Amazon-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX0RD2) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,45, die Knock-Out-Schwelle bei 198,15 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist und auf fallende Kurse der Amazon-Aktie setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX4MUE, aktueller Hebel 3,63; Knock-Out-Schwelle bei 294,65 US-Dollar) die Gelegenheit dazu.

Stand: 29.04.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Amazon.de


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2 KOMMENTARE

  1. Nimmt mich ja mal wunder, wie lange das noch gut geht. Ich meine, irgendwann muss ja auch ein Amazon mal eine Grenze erreichen???

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