Vodafone: Gerüchteküche und hohe Dividende stützen

0
Bildquelle: Pressefoto Vodafone GmbH

Wilde Spekulationen kursieren um Vodafone (WKN A0J3PN). Erst hieß es, der britische Mobilfunker bereite den Verkauf seiner Beteiligung am US-Gemeinschaftsunternehmen Verizon Wireless für bis zu 135 Mrd. US-Dollar vor. Da der Betrag fast dem aktuellen Börsewert von Vodafone entspricht, ist die Aktie nach oben gesprungen. Doch schnell kehrte Ernüchterung ein. Denn mit dem Verkauf wären wohl hohe Steuerzahlungen verbunden, so dass in der Summe Werte vernichtet würden.

Als dann bekannt wurde, dass Verizon und AT&T angeblich an einer Akquisition von Vodafone basteln, um sich die Filetstücke untereinander aufzuteilen, gab es erneut Kursgewinne. In Marktkreisen war von einer Übernahmeofferte von bis zu 2,60 britischen Pfund (3,03 Euro) je Vodafone-Papier die Rede, ein Aufschlag von etwa 35 Prozent auf die aktuelle Notiz. Vodafone könnte durch einen solchen Deal eventuell den Steuerlasten aus dem Weg gehen. Passiert ist bislang jedoch nichts. Vor wenigen Tagen sorgten auch noch hervorragende Quartalszahlen von Verizon für Kursgewinne bei Vodafone. Aktuell ist der Titel drauf und dran, sein 2007 markiertes Zwölfjahreshoch zu überspringen.

Die Aktie von Vodafone ist kurz davor, ihren Hochpunkt aus dem Jahr 2007, der bei knapp 2,00 britischen Pfund markiert wurde, zu durchbrechen. Sofern der Sprung über diese extrem wichtige Marke gelingt, sind schnell weitere deutliche Kursgewinne zu erwarten. Auf der Unterseite stellt der Bereich um 1,70 britische Pfund ein massives Bollwerk dar.

Anleger sollten sich in der aktuellen Situation StayHigh-Optionsscheine anschauen. Bei diesen Papieren kommt es darauf an, dass der zugrundeliegende Basiswert eine bestimmte Knock-out-Barriere während der Laufzeit niemals berührt oder unterschreitet. Dank des aktuell volatilen Börseumfelds sind diese Papiere derzeit zu attraktiven Konditionen zu haben, da das Risiko eines Barrierebruchs größer ist als in ruhigen Marktphasen. Allerdings sichern bei Vodafone nicht nur die andauernden Spekulationen, sondern auch die Dividendenrendite von gut fünf Prozent gut nach unten ab. Bei dem StayHigh Optionsschein (ISIN DE000SG31FQ4) von der Société Générale müssen Anleger auf eine wichtige Kursmarke achten: Sofern der Basiswert bis zum Ende der Laufzeit am 20. September stets oberhalb von 1,60 GBP bleibt, wirft der Schein die Maximalrendite von 20,5 Prozent ab. Gelingt das Unterfangen nicht, verfällt der Optionsschein praktisch wertlos. Gegen ein solches Szenario sollten sich Anleger mit einem Stoppkurs wappnen.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Vodafone GmbH


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here