Nokia: UBS schraubt Kursziel nach unten

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Bildquelle: Pressefoto Nokia

Der finnische Handyhersteller Nokia (WKN 870737) konnte im ersten Geschäftsquartal einige Fortschritte auf der Ergebnisseite verbuchen und die Verluste eingrenzen. Allerdings überwog am Ende an den Märkten doch die Enttäuschung über die schwachen Umsatzzahlen und den starken Einbruch bei den gesamten Handy-Absätzen. Damit steigen erneut die Sorgen, wonach die Smartphone-Verkäufe möglicherweise doch nicht für einen erfolgreichen Turnaround bei den Finnen reichen könnten.

Nach einem Minus von 929 Mio. Euro im Vorjahr stand nun ein Nettoverlust von 272 Mio. Euro zu Buche. Die Konsensschätzungen bewegten sich im Bereich von 434 Mio. Euro. Operativ wurde eine Verbesserung von minus 1,34 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun minus 150 Mio. Euro erzielt. Die Umsätze fielen um 20 Prozent auf 5,85 Mrd. Euro. Erwartet worden waren 6,52 Mrd. Euro. Da half es dann auch wenig, dass Nokia die Verkäufe der Lumia-Smartphones um 27 Prozent auf 5,6 Millionen Modelle steigern konnte. Insgesamt gingen die Handyverkäufe von 82,7 auf 61,9 Millionen Stück zurück.

Bei der Schweizer Großbank UBS (WKN UB0BL6) hat man sich nach der Veröffentlichung der Nokia-Quartalsergebnisse dazu entschlossen, das Kursziel für die Aktie der Finnen von 2,60 auf 2,40 Euro zu senken. Allerdings wurde die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Die Absatzentwicklung bei Mittelklasse-Handys sei noch schlimmer als befürchtet, schrieb Analyst Gareth Jenkins in einer Studie vom Freitag. Dagegen sollte sich die positive Entwicklung bei den neuen Lumia-Smartphones im zweiten Quartal fortsetzen. Der Experte reduzierte seine Umsatzschätzungen für die Jahre 2013 bis 2015 und die EBIT-Prognosen für 2014 und 2015.

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Nun bleibt es abzuwarten, ob die Kursverluste vom Donnerstag nur dem ersten Schock über die schwachen Umsatzzahlen geschuldet waren, oder ob die Anleger mittlerweile das Vertrauen verloren haben, dass Nokia tatsächlich ein Comeback gelingen kann. Beim Aktienkurs scheint die Luft vorerst raus zu sein, nachdem das Papier bereits über die Marke von 3 Euro klettern konnte. Gleichzeitig sind die Kaufargumente aktuell nur schwer zu finden.

Bildquelle: Pressefoto Nokia


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