SGL Carbon: Keine Besserung in Sicht

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Bildquelle: Pressefoto SGL Carbon 2010 © SGL Group

Nachdem der Grafitspezialist SGL Carbon (WKN 723530) nicht gerade eine optimistische Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgegeben hatte, sorgte nun die ausgesprochene Gewinnwarnung für einen Einbruch beim Aktienkurs. Grund für die gesenkten Gewinnaussichten ist der schwache Jahresauftakt, für den insbesondere die gesteigerten Unsicherheiten im Geschäft mit Carbonfasern gesorgt haben.

Demnach rechnen die Hessen für das Gesamtjahr 2013 nun mit einem um 20 bis 25 Prozent niedrigeren Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als im Jahr 2012. Im Vorjahr lag das EBITDA bei 240 Mio. Euro. Bisher hatte der MDAX-Konzern lediglich einen Rückgang um 10 bis 15 Prozent erwartet. Den Bericht für das erste Quartal und weitere Informationen zum Ausblick will das Unternehmen am 26. April 2013 veröffentlichen. Für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2013 rechnet man bei SGL mit einem EBITDA von nur 32 bis 35 Mio. Euro, gegenüber 54,2 Mio. Euro im ersten Quartal 2012.

Im Carbongeschäft macht dem Unternehmen derzeit vor allem die Tatsache zu schaffen, dass der Flugzeugbauer Boeing (WKN 850471) mit Schwierigkeiten bei einigen Flugzeugmodellen hat und sich daher die Lieferverträge verzögern. Gleichzeitig ist SGL ein wichtiger Lieferant für die Windenergiebranche, in der zuletzt auch zu Verzögerungen bei der Abnahme von SGL-Produkten gekommen ist.

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Der Aktie des Unternehmens versetzte die Gewinnwarnung am Donnerstag einen weiteren Schlag, so dass das Papier die schlechteste Performance im MDAX aufwies. Allerdings hatte die Aktie in diesem Jahr bereits rund 15 Prozent an Wert eingebüßt. Angesichts der schwachen Prognose des Unternehmens und der geringen Aussicht auf eine Konjunkturerholung ist derzeit beim Aktienkurs nur wenig Besserung in Sicht.

Bildquelle: Pressefoto SGL Carbon 2010 © SGL Group


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