Point&Figure: Mal den “Silber-Schock” rational analysieren

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Bildquelle: Pressefoto Heraeus

Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich traurig wäre, wenn die Börsen-Analysten endlich wieder zur gemäßigten Ausdrucksweise zurückkehren würden, die bis rund 1990 gepflegt wurde.

Erinnern Sie sich auch noch an die Zeit, als “Halten” bedeutete “Davon halte ich nichts”?  Als der Begriff “Crash” Kursstürzen von 10% und mehr innerhalb eines Tages vorbehalten war? Als die Worte “Schock” und “Katastrophe” noch bei wirklich bedeutsamen Ereignissen verwendet wurden?

Silber: Crash durchaus auch im “klassischen” Sinn

Und da sind wir direkt beim Thema:

Was in den vergangenen Tagen im Silber geschah, nahm durchaus – auch in konservativer Sprache – crashartigen Charakter an.

So verlor Silber am Montag in der Spitze mehr als 10%, um sich dann wieder leicht zu erholen. Nun wird die Frage drängend, ob jetzt schon die Zeit gekommen ist, um auf “Schnäppchenjagd” zu gehen.

Hierbei müssen wir streng unterscheiden, von welcher Art von Investition wir reden. Die nachfolgende Point&Analyse richtet sich an den Anleger und Trader, der mit ETF´s oder anderen maximal gemäßigt gehebelten Derivaten arbeitet.

Point&Figure Silber: Noch ein fallendes Messer mit nächster Unterstützung bei rund 20 USD

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Point&Figure Silber: Abwarten ist angesagt. Bodenbildung oder Rücklauf an die 26 USD abwarten

Ich stelle Ihnen heute den Point&Figure-Chart von Silber in der Bulls-Eye-Broker-Darstellung mit aktuell 0,5 USD pro Kästchen vor.

Und selbst in dieser “kleinen” Darstellung ist die letzte O-Säule absolut präsent und weit und breit noch keine ernsthafte Gegenreaktion in Form einer X-Säule erkennbar.

Das wäre erst der Fall, wenn die Silbernotierungen über 24 USD stiegen. Die nächste – wahrscheinlich – tragfähige Unterstützung ist erst bei rund 20 USD auszumachen. Hier liegt das Zwischenhoch vom Mai 2010 (!).

Ob long oder short: Beides aktuell eher (Selbst-)Mord

Damit stellt sich die Lage für Long-Investitionen mehr als schwierig dar. Hier muss erst zumindest der Ansatz einer Bodenbildung her.

Aber auch die Bären haben es schwer: Nach dem massiven Rutsch der vergangenen Tage fällt es schwer, die aktuellen Notierungen als Short-Einstieg mit attraktivem Chance-Risiko-Verhältnis zu bezeichnen.

Auch hier hilft ebenfalls nur Geduld

Ein Rücklauf bis 26,00 USD und damit an die just gebrochene Unterstützung (resultierend aus den Tiefs vom September und Dezember 2011 und Juni/Juli 2012) sollte hier den Bären ein deutlich besseres Entry verschaffen.

Mein Fazit:

Nach den Ereignissen der vergangenen Tage ergibt sich bei aktuellen Notierungen (noch) kein Einstieg in Long- oder Shortrichtung.

Es fehlt die Bodenbildung, die ein Bullen-Vertrauen initiieren könnte. Auch die Bären finden zu aktuellen Notierungen kein gutes Short-Entry mehr vor. Hier bietet sich aktuell frühestens der Bereich um 26 USD nach einem Rücklauf an.

Ihr Jörg Mahnert

www.xundo.info (Alles rund um Point&Figure und Heimat des Point&Figure-Investor)

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Bildquelle: Pressefoto Heraeus


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