Xing: Wachstum geht vor

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Bildquelle: XING AG

Die Karriere-Plattform Xing (WKN XNG888) kann sich weiterhin mit einem stetigen Zustrom von neuen Mitgliedern brüsten. Allerdings zeigte sich dieses Wachstum zuletzt nur unzureichend im Aktienkurs des Unternehmens. Während die Burda-Tochter mit den Wachstumszahlen überzeugen kann, wirken sich die verstärkten Investitionen negativ auf das Ergebnis aus. Zudem wurden die Zuwächse beim Aktienkurs in der Vergangenheit sehr stark durch Übernahmefantasien angetrieben. Schließlich fielen die Aussichten für das Jahr 2013 auf der Ergebnisseite alles andere als optimistisch aus.

Insgesamt erwirtschaftete Xing im vergangenen Jahr einen Umsatz von 72,1 Mio. Euro. Das ist eine Steigerung von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis EBITDA lag bereinigt mit 22,0 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (22,2 Mio. Euro). Die Dividende soll unverändert bei 56 Cent je Aktie liegen. Etwas enttäuscht dürfte man auf Anlegerseite über den zurückhaltenden Ausblick für das laufende Jahr gewesen sein. Denn die um Sonderposten bereinigte EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) könne laut Unternehmensangaben leicht unter dem Vorjahreswert liegen. Im vergangenen Jahr war sie von 34 Prozent auf 30 Prozent gesunken. Somit ist es nur ein schwacher Trost, dass der Umsatz erneut zweistellig zulegen soll.

Dagegen kann Xing im Vergleich zu seinem US-Konkurrenten LinkedIn (WKN A1H82D) mit einer deutlich günstigeren Bewertung seiner Aktie punkten. Während das Xing-Papier ein 2013er-KGV von 20 aufzuweisen hat, liegt dieses bei dem LinkedIn-Papier bei 130. Allerdings muss man abwarten, ob die Strategie von LinkedIn möglicherweise Früchte trägt, wonach das Online-Netzwerk sein Angebot ausweiten und zu einer umfassenden Medienplattform werden möchte. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen den Nachrichten-App-Entwickler Pulse übernommen. “Wir sind überzeugt, dass wir allen beruflichen Fachkräften dabei helfen können, mit LinkedIn klügere und besser informierte Geschäftsentscheidungen zu treffen”, sagte LinkedIn-Manager Deep Nishar.

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Die im TecDAX gelistete Aktie von Xing hat durch die abgelehnte Burda-Offerte von 44 Euro je Aktie aus dem Oktober 2012 und die Schwächen auf der Ergebnisseite einiges an Schwung eingebüßt. Dagegen kann das Papier immerhin mit einer weitaus attraktiveren Bewertung im Vergleich zur US-Technologiekonkurrenz aufwarten.

Bildquelle: Pressefoto Xing


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