DAX: Der Anfang vom Ende?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Nachdem der deutsche Leitindex DAX im März erstmals seit mehr als fünf Jahren wieder über der Marke von 8000 Punkten notierte, sah es danach aus, als könnte der Index sogar sein Allzeithoch von 8.151,57 Zählern angreifen. Doch die Turbulenzen rund um die Zypern-Rettung setzten allen Rekordversuchen vorerst ein Ende. Damit bleibt es abzuwarten, ob die jüngsten Kursverluste lediglich eine kleine Korrektur im Zuge einer langfristigen Rallye darstellen, oder ob wir nur den Anfang einer langfristigen Baisse gesehen haben könnten.

Immerhin hat der Fall Zypern gezeigt, wie brüchig der jüngste Aufschwung am europäischen Aktienmarkt gewesen ist. Wenn es schon der kleine Inselstaat vermag, die Börsen hierzulande durcheinander zu wirbeln, kann man noch gar nicht absehen, welche Risiken im Fall von Portugal oder Italien bestehen könnten. Während die portugiesische Regierung versucht mit dem Spruch des portugiesischen Verfassungsgerichts fertig zu werden, wonach Teile des Sparhaushalts für verfassungswidrig erklärt wurden, setzt sich die politische Hängepartie in Italien fort. Gleichzeitig ist es derzeit noch nicht abzusehen, wann die europäische Wirtschaft endlich auf die Beine kommt. Während die Eurozone in der Rezession feststeckt, kletterte die Arbeitslosenquote im gemeinsamen Währungsraum im Februar laut Angaben der europäischen Statistikbehörde auf den Rekordwert von 12 Prozent. Zwar konnte die deutsche Wirtschaft bisher eine positive Ausnahme in der Eurozone bilden, allerdings zeigen beispielsweise die jüngsten Daten zur deutschen Produktion im produzierenden Gewerbe, dass auch der bisherige Musterschüler nicht vor einer Konjunktureintrübung gefeit ist.

Wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, stieg die Gesamtproduktion im Februar im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent. Trotz des Februar-Anstiegs bezeichnete das Ministerium die Entwicklung als „insgesamt verhalten“. Der Vormonatswert musste deutlich nach unten korrigiert werden. Statt einer Stagnation wurde nun für den Januar ein Rückgang der Produktion um 0,6 Prozent ausgewiesen. Zudem musste im Jahresvergleich ein deutlicher Rückgang der Gesamtproduktion um 1,8 Prozent festgestellt werden. Schließlich wurde im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich von November/Dezember auf Januar/Februar ebenfalls ein Rückgang ausgewiesen.

Dagegen konnten die US-Aktienmärkte ihre Rekordjagd unabhängig von der schwachen Konjunktur in Europa und der anhaltenden Euro-Krise bis zuletzt fortsetzen. Aber auch an der Wall Street muss man sich mittlerweile die Frage nach einer möglichen Kurskorrektur stellen. Sollte diese tatsächlich eintreten, könnte auch der DAX zusätzlich belastet werden. Denn die jüngsten Arbeitsmarktdaten der US-Regierung haben gezeigt, dass der Aufschwung der US-Wirtschaft sehr brüchig sein könnte. Während Volkswirte im Vorfeld von 200.000 neuen Stellen in der US-Privatwirtschaft im Monat März ausgegangen waren, lag die endgültige Zahl mit 88.000 weit darunter. Zumindest ging es bei der Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent auf 7,6 Prozent nach unten. Dies lag allerdings auch daran, dass sich viele Arbeitslose gar nicht mehr als arbeitssuchend meldeten und die Statistik somit ein wenig geschönt erscheint.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse beim DAX erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE1YHK) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,38, die Knock-Out-Schwelle bei 5.500 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer eher short orientiert ist und auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX4PAA, aktueller Hebel 3,68; Knock-Out-Schwelle bei 9.570 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.

Stand: 08.04.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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