Euro-Falschgeld erlebt Blüte(n)zeit – Rekordstand seit Euro-Einführung

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Manchmal liegen die Wortspiele einfach auf der Hand und da kann ich dann nicht widerstehen. Aber zu den Fakten. Die Meldung ist eigentlich schon vom Montag, aber irgendwie habe ich sie übersehen. Die Europäischen Zentralbank hat jedenfalls den Halbjährlichen Kurzbericht über die Fälschung von Euro-Banknoten veröffentlicht. Und dabei hat sich erneut eine Steigerung bei der Zahl der gefälschten Banknoten ergeben.

Während im ersten Halbjahr 2004 noch rund 307.000 Banknoten gefälscht wurden und zwischenzeitlich die Zahl auf 265.000 (H2/2006 und H1/2007) gesunken war, wurde im ersten Halbjahr 2009 die Rekordzahl von 413.000 Banknoten (+17 Prozent ggü. H2/2008) gefälscht. Zwar ist dies im Vergleich zu den insgesamt 12,5 Milliarden im ersten Halbjahr 2009 in Umlauf befindlichen Banknoten keine beunruhigende Zahl, aber dennoch finde ich den Wert interessant. Denn laut EZB ist die Erhöhung des Falschgeldaufkommens gänzlich darauf zurückzuführen, dass bereits bekannte Fälschungsklassen, also die Gruppe von Fälschungen gemeinsamen Ursprungs, weiter verbreitet sind als zuvor. Da Falschgeld in der Regel erst beim in Verkehr bringen entdeckt wird, kann man aus den Zahlen schließen, dass inzwischen deutlich mehr Geld gefälscht wird. Ob das mit der wirtschaftlichen Lage zusammenhängt oder damit, dass sich der Euro weltweit immer mehr verbreitet und damit auch für Kriminelle interessanter wird, kann ich nicht definitiv sagen. Erfreulich ist jedenfalls die Tatsache, dass jede zweite Blüte ein 20 Euro-Schein ist. 34 Prozent aller Blüten sind 50 Euro-Scheine. Somit ist die Gefahr einen wirtschaftlichen Schaden zu erleiden doch begrenzt.

Zum Schluss möchte ich noch auf die Ratschläge der EZB zum Erkennen von Falschgeld hinweisen:

Fühlen Sie die erhabene Oberfläche – besondere Drucktechniken verleihen den Banknoten ihre einzigartige Struktur.

Sehen Sie sich eine Banknote an und halten Sie sie gegen das Licht: Das Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und die unvollständige Zahl werden sichtbar. Alle drei Merkmale sind bei echten Banknoten auf der Vorder- und Rückseite zu sehen.

Kippen Sie die Banknote: Auf der Vorderseite der Banknoten erscheinen im Hologramm je nach Betrachtungswinkel wechselnde Motive. Auf der Rückseite wird der Glanzstreifen (bei 5-€-, 10-€- und 20-€-Banknoten) bzw. die Zahl mit Farbwechsel (bei 50-€-, 100-€-, 200-€- und 500-€-Banknoten) sichtbar.

Prüfen Sie immer mehrere Sicherheitsmerkmale. Es dauert nur ein paar Sekunden. Wenden Sie ganz einfach das Prinzip „Fühlen – Sehen – Kippen“ an.


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1 KOMMENTAR

  1. […] Rekordstand bei Euro-Blüten – Euro-Falschgeld erlebt Blüte(n)zeit […]

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