Raiffeisen Bank International (RBI): Besser mit Schutz veranlagen

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Bildquelle: Pressefoto Raiffeisen Bank International

Derzeit ist es ruhig um die Aktie der Raiffeisen Bank International (RBI) (WKN A0D9SU). Denn seit 13. März läuft die so genannte „Quiet Period“ – eine vierwöchige Frist vor Veröffentlichung des Geschäftsberichts. Während dieser Periode werden keine Investoren- beziehungsweise Analystengespräche geführt. Doch am 10. April ist die Zeit des Schweigens vorbei. An diesem Tag steht die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2012 an. Zugleich informiert das Geldinstitut in einem Conference Call über die neuesten Entwicklungen. Am Tag darauf begibt sich das RBIManagement nach London, wo eine „Investor Presentation“ abgehalten wird.

Große Überraschungen dürfte es nicht geben – zumindest, was 2012 betrifft. Denn die Eckdaten sind bereits seit Februar bekannt. Demnach erwirtschaftete die RBI bei einem um rund fünf Prozent gesunkenen Zinsüberschuss und einem stabilen Provisionsüberschuss einen Gewinn vor Steuern von 1,03 Mrd. Euro – ein Rückgang von rund 25 Prozent gegenüber 2011. RBI-Vorstandschef Herbert Stepic bezeichnet die Zahlen aufgrund der herausfordernden Rahmenbedingungen als „sehr ordentlich“. Denn 2012 stand bei der RBI im Zeichen der Erfüllung der von der European Banking Authority vorgegebenen Kapitalquote. Weniger erfreulich ist jedoch die im vierten Quartal deutlich gestiegene Kreditrisikovorsorge.

Anfang 2013 hat die RBI-Aktie ihren Aufwärtstrend gebrochen. Seitdem ging es um gut 20 Prozent nach unten. Im Bereich von 26 Euro trifft der Titel auf einen ersten horizontalen Widerstand. Weitere Haltemarken liegen bei 24 und 22 Euro.

Aufgrund der anhaltenden Risiken aufgrund der Euro-Staatsschuldenkrise sind Anleger gut beraten, wenn sie die Protect Aktienanleihe (ISIN AT000B007851) von der Erste Group Bank dem Direktinvestment vorziehen. Durch den Kupon von 9,25 Prozent p.a., der am Laufzeitende zur Auszahlung gelangt, bietet das Papier einen gewissen Puffer. Zudem wird die Aktienanleihe zum Nennwert getilgt, wenn der RBI-Kurs während der Laufzeit niemals die Barriere von 80 Prozent des Startwerts verletzt. Tritt dieses Szenario doch ein, und der Basiswert notiert am Ende nicht wieder über dem Startpreis, erfolgt die physische Lieferung der Aktie. Für Anleger, die eher von einer Kurserholung bei RBI ausgehen, ist die klassische Aktienanleihe (ISIN AT000B007844) interessant, die keinen Protect-Level eingebaut hat. Das etwas größere Risiko wird mit einem höheren Kupon von 10,0 Prozent p.a. ausgeglichen.

Fazit: Bei der Protect Aktienanleihe auf Raiffeisen Bank International (RBI) ist am Laufzeitende ein Kupon von 9,25 Prozent p.a. vorgesehen. Zudem wird das Papier zum Nennwert getilgt, wenn die RBI-Aktie während der Laufzeit stets über der Barriere von 80 Prozent des Startwerts notiert.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Raiffeisen Bank International


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