SMA Solar: Hohe Nettoliquidität schützt vor Kursrückschlägen

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Bildquelle: Pressefoto SMA Solar

Wegen des anhaltenden Preisverfalls und der Überkapazitäten hat der Photovoltaikzulieferer SMA Solar Technology (WKN A0DJ6J) ein schwieriges Jahr 2013 vor sich. Zwar war diese Tatsache schon seit Längerem bekannt. Doch schürten die Aussagen des Managements anlässlich der 2012er-Bilanzvorlage nun Befürchtungen, dass der Anbieter von Wechselrichtern für Solaranlagen noch ein gutes Stück schlechter abschneiden wird als bislang erwartet. Während Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon noch vor wenigen Wochen schwarze Zahlen für möglich hielt, soll das Ergebnis bei Erlösen zwischen 0,9 und 1,3 Mrd. Euro nun „bestenfalls ausgeglichen“ ausfallen. Auch einen Verlust schließt der Manager nicht mehr aus.

Im vergangenen Jahr ist SMA Solar Technology noch vergleichsweise gut durch die Krise gekommen: Der Umsatz sackte zwar von 1,7 auf 1,5 Mrd. Euro ab, landete damit aber am oberen Rand der Prognose. Während Solarkonzerne wie Solarworld und Centrotherm tief in die Verlustzone rutschten, erzielte die Gesellschaft immerhin noch einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 102 Mio. Euro. Jedoch ist das Ebit damit im Vorjahresvergleich um fast 60 Prozent eingebrochen. Daher bekommen die Aktionäre deutlich weniger Dividende: Statt 1,30 Euro je Aktie wie im Vorjahr soll es nur noch 0,60 Euro je Anteilschein geben.

Bei der Aktie von SMA Solar Technology läuft gerade die dritte Ausverkaufswelle innerhalb weniger Monate. Positiv wäre, wenn das Anfang Februar markierte Zwischentief von 17,00 Euro nicht mehr unterschritten würde. Ansonsten droht ein Test des Allzeittiefs bei 15,61 Euro. Entwarnung bei einem Sprung über 20,00 Euro.

Analyst Christopher Rodler von Warburg Research sieht SMA Solar trotz schwieriger Marktbedingungen weiter in einer relativ komfortablen Position und nennt die Bilanz und auch die Marktstellung des Unternehmens „stark“. Beeindruckend ist die Nettoliquidität des Konzerns, die mit 446,3 Mio. Euro mehr als 70 Prozent des Börsewerts abdeckt. Dadurch dürfte die Aktie vor größeren Kursrückschlägen geschützt sein. Sehr aussichtsreich ist in der aktuellen Situation daher ein Discount-Zertifikat (ISIN DE000DX3WP52) von der Deutschen Bank. Es erzielt die Maximalrendite von 18,2 Prozent, wenn die Aktie am 19. Dezember 2003 mindestens bei 15,00 Euro steht. So tief stand der Titel noch nie.

Fazit: Das Discount-Zertifikat auf SMA Solar Technology bietet einen maximal möglichen Ertrag von 18,2 Prozent bzw. 25,7 Prozent p.a. Diese Rendite wird erreicht, wenn der Basiswert am Beobachtungstag, am 19. Dezember 2013, bei mindestens 15,00 Euro steht. Selbst zum Höhepunkt des Ausverkaufs im Herbst 2012 rutschte der Titel lediglich auf 15,61 Euro ab. Der Rabatt im Vergleich zum Direktinvestment beträgt 28,8 Prozent. Dadurch eröffnet sich ein immenser Puffer vor Kursverlusten. Denn ins Minus rutschen Anleger mit dem Discounter erst dann, wenn die Aktie am Ende unterhalb von 12,69 Euro steht.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto SMA Solar


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