Alcoa punktet mit unerwartetem Gewinnanstieg – Aluminiumbranche aber weiter unter Druck

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Bildquelle: Pressefoto © voestalpine

Der Auftakt in die neue Berichtssaison verlief besser als die Pessimissten erwartet hatten, aber auch deutlich schlechter als die Optimisten gehofft haben. Der Aluminiumriese Alcoa (WKN 850206) konnte das erste Quartal 2013 zwar mit einem unerwarteten Gewinnanstieg beenden. Zugleich enttäuschten jedoch die Aussagen in Sachen Zukunft. Die weltweite Aluminium-Nachfrage soll 2013 weiterhin um 7 Prozent wachsen. Zuwenig für die meisten Anbieter. Die nachbörslichen Abschläge von zeitweise 6 Prozent machen dann auch deutlich, wie entsetzt manch Anleger, trotz bereits niedriger Erwartungen war.

Zunächst noch kurz zu den Fakten. Die Umsätze fielen auf 5,83 Mrd. Dollar und das Nettoergebnis wurde mit 149 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie angegeben. Die Konsensschätzungen sahen im Vorfeld einen Umsatz von 5,93 Mrd. Dollar – leicht unter dem Vorjahreswert von 6,01 Mrd. Dollar. Das EPS wiederum wurde auf Vorjahresniveau in Höhe von 10 Cents gesehen.

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Auch wenn die Zahlen mehr oder minder gut ausfielen – für den charttechnisch interessierten Anleger ist die Aktie des US-Konzerns derzeit sowohl aus kurz- wie auch aus langfristiger Sicht ein „no Go“. Positive Tendenzen? Fehlanzeige. Alle GDs sind nach unten durchbrochen, das Momentum wie auch die Bollinger Bänder zeigen keine (positive) Regung. Und wer gerne mit den Fundamental-Daten argumentiert: Ne Dividendenrendite von unter 2 Prozent und ein KGV von knapp 10 sind ebenfalls keine „Burner“. Da hilft einem auch nichts, dass diverse US-Analysten bei Alcoa ein Kursziel von 12 Dollar sehen. Das wären immerhin über 40 Prozent Gewinn – aber wie lange braucht man dafür?…

Bildquelle: Pressefoto Voestalpine


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