Point&Figure: Dow Jones versus DAX: 1:0

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Unser DAX hat es nun ja auch nicht leicht. Während die Amerikaner die Gnade “des geographischen Abstands” für sich verbuchen können, “hängt” der Aktien-Index der Wirtschaftslokomotive Deutschland mitten in der Euro-Krise.

Während viele Menschen bis vor kurzem noch nicht einmal auf Anhieb Zypern auf der Weltkarte gefunden hätten, fällt nun störend auf, dass der kleine Inselstaat ein Teil Europas ist.

Dann hätten wir noch die Korea-Oper, aber die betrifft nun weniger speziell den DAX, sondern belastet weltweit.

Point&Figure: Dow stärker als DAX

Nicht überraschend äußert sich die günstigere Ausgangsposition der US-Börsen auch beim Dow Jones.

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point & Figure Dow Jones: Seit Anfang Februar die bessere Wahl im Vergleich zum DAX

Wirft man einen unvoreingenommenen Blick auf den Point&Figure-Chart des Dow Jones Industrial muss man dem US-Leitindex weiterhin ein klar bullishes Bild attestieren. Mit dem Wochenschlusskurs von 14.560 Zählern ist er noch absolut in Schlagweite zum Allzeithoch von 14.685 Punkten.

Im Vergleich zum DAX baut er seit Anfang Februar deutlich an Relativer Stärke auf. Das erkennen Sie an der aktuellen X-Säule im Chart der Relativen Stärke auf der rechten Seite der Chart-Darstellung.

Point & Figure Bullish-Percent-Index S&P500: Noch auf Bull-Confirmed

Unterfüttert werden die wachsenden Muskeln des Dow Jones durch die Marktlage des mit 500 Werten deutlich breiter aufgestellten S&P500.

Während sich in Deutschland der Bullish-Percent-Index des HDAX bereits auf ein Bear-Alert verschlechtert hat, sehen wir beim S&P500 noch ein Bull-Confirmed.

(Chart vergrößert sich durch Anklicken)

Point & Figure: Bullish-Percent-Index S&P500 noch auf Bull-Confirmed

Natürlich ist dieser bullenfreundlichste Zustand nicht in Stein gemeißelt. Ein Fall auf 78% und darunter würde eine Bull-Correction auslösen. Aber noch ist das nicht der Fall.

Mein Fazit:

Der US-Markt erweist sich (noch) als deutlich stabiler als die deutsche Börse. Solange sich hierin nichts ändert ist auch das Abwärtspotential von DAX und Co. als relativ gering anzusehen.

Allerdings sollte man dem US-Markzustand massive Beachtung zukommen lassen. Kippt auch dieser, ist höchste Vorsicht vor allem für Investoren mit dem Schwerpunkt Deutschland anzuraten.

Schließlich lautet der alte Börsenspruch nicht umsonst: Hat die Wall-Street Schnupfen, leidet der deutsche Markt an einer heftigen Lungenentzündung!

Ihr Jörg Mahnert

www.xundo.info (Alles rund um die Point&Figure-Charttechnik und Heimat des Point&Figure-Investor)

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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