Ausblick DAX: Und auch zum Wochenschluss nichts neues

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Tja die liebe Marke bei 4.600 Punkten lässt den DAX auch zum Wochenschluss nicht los. Trotz des gestrigen Optimismuses geht es heute wieder deutlich nach unten. Alles in allem hat sich ja in den vergangenen Tagen an der Lage nichts fundamental geändert. Die Klimaschutz-Beschlüsse des G8-Gipfels werden an der Börse mit einem Achselzucken quitiert. Ob überhaupt und wenn ja wie hoch finanzielle Belastungen eintreten werden ist noch offen. Die Fixierung auf ein 2 Grad-Ziel hört sich zwar massenkompatibel an, die Umsetzung ist aber umso komplexer. Aber zurück zur Börse.

Die nächste Woche wird spannend werden. Die Quartalszahlen nahen – ich wiederhole mich, ich weiß. Aber schauen wir noch kurz auf die Unternehmen. Beim angeschlagenen Chip-Hersteller Infineon scheint sich laut FTD nun ein Private-Equity-Fonds einzukaufen. Inzwischen ist auch die offizielle adhoc-Mitteilung vorhanden. Es geht um eine Kapitalerhöhung mit Einnahmen von bis zu 725 Mio. Euro. Ob das die Lösung für den TecDAX-Wert ist? Der Kurs legt zumindest mal deutlich zu.

Werfen wir noch einen Blick auf die Konjunktur. Nachdem ich das Thema gestern ja schon ausführlich behandelt habe, will ich aber trotzdem auf einige Statements von Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz, im Handelsblatt hinweisen: „Die positiven Indikatoren bestätigen unserer Auffassung, dass die Weltwirtschaft den Schock der Finanzmarktkrise überwunden hat und sich recht deutlich erholen wird.“ Und Heise weiter: „Das deutsche Bruttoinlandsprodukt, das sich bereits im 2. Quartal 2009 stabilisiert haben dürfte, wird nach unserer Einschätzung im 3. Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal bereits wieder recht kräftig wachsen.“ Ob sich Heise mit seinem Kollegen Carstensen vom Ifo-Institut abgesprochen hat? Lassen wir uns überraschen, wer sich noch alles mit positiven Prognosen aus der Deckung wagt.

Zum Schluss nochmal ein Blick ins Ausland. Bei GM und seiner deutschen Tochter Opel herrscht weiter Verwirrung. Der Deal mit Magna ist offensichtlich noch weit davon entfernt in trockenen Tüchern zu sein. Das merken inzwischen sogar die russischen Partner. Das Hickhack geht also weiter, wenngleich mit deutlich weniger Öffentlichkeit und Begleitung aus der Politik, als noch vor einigen Wochen. Das ist sicherlich das beste was man derzeit dort hören kann.


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