Lanxess: Ende der Herrlichkeit?

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Bildquelle: Pressefoto Lanxess

Zu Jahresbeginn bekommt auch der Spezialchemiekonzern Lanxess (WKN 547040) die Krise in der europäischen Automobilindustrie zu spüren. Während sich der DAX-Neuling im Jahr 2012 über einen Kursanstieg seiner Aktie um 66 Prozent freuen konnte, rauscht das Papier am Donnerstagmittag um rund 7 Prozent in die Tiefe. Zuvor hatte das Unternehmen überraschend mitgeteilt, dass sich das EBITDA vor Sondereinflüssen im ersten Quartal 2013 praktisch halbieren dürfte.

Demnach soll das EBITDA vor Sondereinflüssen bei 160 bis 180 Mio. Euro liegen, nachdem ein Jahr zuvor ein Rekordwert von 369 Mio. Euro erzielt werden konnte. Aufgrund des schwachen Geschäftsverlaufs im ersten Quartal rechnet Lanxess nicht mehr damit, den Wert für das EBITDA vor Sondereinflüssen auf das gesamte Jahr gesehen von 1,2 Mrd. Euro aus 2012 erreichen zu können. Die mittelfristigen EBITDA-Ziele von 1,4 Mrd. Euro in 2014 und 1,8 Mrd. Euro in 2018 sollen aber wie geplant erreicht werden können. „Die Zeiten mögen im Moment stürmischer sein – dank unserer strategischen Aufstellung mit dem Fokus auf die Wachstumsmärkte und der Ausrichtung auf Megatrends sind wir aber unverändert optimistisch“, sagte Lanxess-Vorstandschef Axel Heitmann.

Im Rekordjahr 2012 konnte Lanxess den Konzernumsatz um 4 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro nach oben schrauben. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 7 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro nach 1,1 Mrd. Euro im Jahr 2011. Das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um jeweils 2 Prozent auf 514 Mio. Euro bzw. 6,18 Euro. Die Dividende soll trotz des schwachen Jahresauftakts um 18 Prozent auf 1,00 Euro je Aktie steigen.

Mit der kriselnden Automobilbranche in Europa und dem steilen Kursanstieg der Aktie im Jahr 2012, der schließlich im Aufstieg in den deutschen Leitindex DAX mündete, könnte die Luft bei dem Lanxess-Papier vorerst raus sein. Wenigstens bleibt die Bewertung mit einem 2013er-KGV von 9,8 und einer Dividendenrendite von 1,8 Prozent noch ganz ordentlich. Allerdings hat das Wirtschaftsmagazin ‘Capital’ (Ausgabe 10/2012) ausgerechnet, dass die Performance der DAX-Aufsteiger seit dem Jahr 2000 eher dürftig war.

Bildquelle: Pressefoto Lanxess


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