Bei Schoeller-Bleckmann scheint die Luft raus zu sein

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Bildquelle: Pressefoto Schoeller-Bleckmann

Um an die neu entdeckten Öl- und Gasvorkommen heranzukommen, muss immer tiefer gebohrt werden. Davon profitieren unter anderem Unternehmen wie Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) (WKN 907391), die die notwendigen Technologien für das immer aufwendigere Bohren nach Öl und Gas liefern. Die starke Nachfrage nach hochwertigen Ausrüstungen war es dann auch, die dem an der Wiener Börse gelisteten Unternehmen 2012 erneut ein Rekordjahr einbrachte. Doch bei der Aktie scheint allmählich die Luft raus zu sein.

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Der Konzernumsatz konnte 2012 mit 512,1 Mio. Euro gegenüber 2011 um 25 Prozent angehoben werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) stieg in der gleichen Zeit um 28 Prozent auf 159,9 Mio. Euro. Bei der EBITDA-Marge ging es somit von 22,1 Prozent im Vorjahr auf nun 23,5 Prozent nach oben. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 120,3 Mio. Euro, eine Steigerung um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 90,2 Mio. Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 76,2 Mio. Euro (+43 Prozent) übrig. Die Aktionäre dürfen sich aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung auf Steigerung der Dividende von 1,20 auf 1,50 Euro freuen.

Auch für das laufende Geschäftsjahr sieht das Unternehmen ein weiterhin positives Branchenumfeld und einen Anstieg der Investitionen in Exploration und Produktion. Der erwartete Anstieg der Ölnachfrage soll auch 2013 aus den Emerging Markets kommen. Schließlich rechnet man bei SBO damit, dass neue Projekte zur Erschließung konventioneller und unkonventioneller Öl- und Gasvorkommen sowie Investitionen zur besseren Ausbeutung der bestehenden Ölfelder die Nachfrage nach Hochpräzisions-Ausrüstungsgütern weiter vorantreiben werden.

Angesichts der positiven Wachstumsaussichten könnten die Anleger möglicherweise über die nicht mehr ganz so günstige Bewertung des SBO-Papiers hinwegsehen. Das 2013er-KGV liegt bei 16,2, während die Dividendenrendite 2,3 Prozent beträgt. Allerdings sollte auch beachtet werden, dass die SBO-Aktie erst vor etwas mehr als einer Woche auf ein neues Allzeithoch von 87,70 Euro springen konnte. Einige Analysten raten daher auch auf Abstand zu gehen. Die Baader Bank etwa erneuerte heute ihre „Sell“-Empfehlung (Kursziel: 67,60 Euro). Die Commerzbank („Hold“) reduzierte vergangene Woche ihr Kursziel von 78 Euro auf 77 Euro. Für Gewinnmitnahmen ist es bekanntermaßen nie zu spät.

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